Beim Kinderbett entscheidet nicht der Preis allein, sondern wie lange ein Bett dem wachsenden Kind und den Sicherheitsanforderungen standhält. Die folgenden Kriterien zeigen, worauf es ankommt.
Sicherheitsmerkmale
Ein Kinderbett muss zur Bauart passen. Für Gitterbetten gilt die DIN EN 716 mit einem Stababstand zwischen 4,5 und 6,5 cm und einem Spalt zwischen Matratze und Rahmen von höchstens 4 cm, damit Kopf und Gliedmaßen nicht eingeklemmt werden. Hoch- und Etagenbetten fallen unter die DIN EN 747 und sind erst ab sechs Jahren freigegeben, weil jüngere Kinder die Höhe noch nicht einschätzen. Über der Matratze muss die Absturzsicherung mindestens 16 cm hoch sein.
Wachstumsanpassung
Ein Bett, das mitwächst, spart den Zweitkauf. Eine Liegefläche von 90 mal 200 cm trägt bis ins Erwachsenenalter, die häufigeren 190 cm werden für große Jugendliche zu kurz. Umbaubare Modelle wechseln vom Einzel- zum Hoch- oder Etagenbett. Wer den nächsten Schritt plant, findet im Jugendzimmer-Kaufberater die passende Ausstattung für ältere Kinder.
Verarbeitung und Material
Massivholz hält Stößen und Kratzern länger stand als beschichtete Spanplatte. Buche und Eiche sind harte Hölzer und bleiben länger schön, Kiefer ist günstiger, aber weich und dellt früh. Verschraubte statt gesteckte Eckverbindungen verhindern Knarzen über die Jahre.
Pflegeleichtigkeit
Abwischbare Oberflächen, waschbare Vorhänge und herausnehmbare Lattenroste erleichtern den Alltag. Geöltes Holz lässt sich bei Kratzern anschleifen und nachölen, lackierte Flächen müssen bei tiefen Schäden ganz überarbeitet werden.
Raumeffizienz
Stauraum unter dem Bett, Schubladen oder Rollboxen halten kleine Zimmer frei. Wer den Platz unter einem Hochbett mit Boxen oder einem Schreibtisch nutzt, gewinnt Bodenfläche zurück. Passende Lösungen sammelt der Kaufberater für Kinderzimmer-Aufbewahrung.
Preis-Leistung
Der höchste Preis ist selten der beste Kauf. Entscheidend ist, ob ein Bett die Aufgabe seiner Preisklasse löst, also ob das massive Holz, die Liegelänge oder die Umbaubarkeit den Aufpreis tragen.