Beim Pendelleuchten-Kauf entscheiden vier Dinge über Zufriedenheit oder Ärger: Helligkeit, Hängehöhe, Lichtfarbe und Sicherheit. Wer sie vorab klärt, spart sich den teuersten Fehler, nämlich eine schöne Leuchte, die zu dunkel, zu hoch oder am falschen Ort hängt. Eine Übersicht über alle Deckenlichtarten finden Sie in unserem Ratgeber zu Deckenleuchten.
Zuerst die Helligkeit: wie viele Lumen der Tisch braucht
Die häufigste Enttäuschung ist zu wenig Licht. Für einen Esstisch von vier bis sechs Personen sollten Sie mit rund 1.200 bis 1.800 Lumen rechnen, große Tische und offene Wohnküchen brauchen 2.000 Lumen und mehr. Diese Werte leiten sich aus den 150 bis 300 Lux ab, die die DIN EN 12464-1 für die Tischfläche im Wohn und Essbereich nennt. Eine Leuchte mit 500 Lumen, wie sie in der Einstiegsklasse häufig vorkommt, taugt nur als Akzentlicht. Mehrflammige Modelle erreichen die nötigen Werte leichter, weil sich der Lichtstrom auf mehrere Punkte verteilt und keine harten Schatten entstehen. Welches Leuchtmittel die Lumen liefert, klärt unser Ratgeber zu LED-Lampen.
Die Hängehöhe entscheidet über Blendung
Über einer Tischplatte hängt die Unterkante der Leuchte am besten 60 bis 75 cm über dem Tisch. So sehen sitzende Personen nicht in die Lichtquelle, und die Fläche wird gleichmäßig beleuchtet. Bei Standardraumhöhen von 2,50 m heißt das eine Abhängung von rund 1,50 m ab Decke. Achten Sie deshalb auf die maximale Abhängung der Leuchte und darauf, ob sie sich verstellen lässt. Werkzeuglose oder elektrische Höhenmechaniken, wie sie ab der mittleren Preisklasse vorkommen, ersparen Ihnen das Kürzen von Seilen.
Lichtfarbe und Farbwiedergabe
Für Ess und Wohnräume passt warmweißes Licht zwischen 2700 und 3000 Kelvin, das eine einladende Stimmung schafft. Wer unter der Leuchte auch arbeitet oder liest, profitiert von Modellen mit einstellbarer Farbtemperatur, die per CCT zwischen warm und neutralweiß wechseln. Wichtig ist außerdem der Farbwiedergabeindex: ein CRI ab 90 lässt Speisen und Einrichtung natürlich wirken, darunter wirken Farben fahl. Leuchten mit fest verbauter LED nennen diese Werte meist klar, bei E27-Fassungen bestimmt das gewählte Leuchtmittel die Lichtfarbe.
Sicherheit und Einsatzort
Die meisten Pendelleuchten tragen die Schutzart IP20 und gehören damit in trockene Wohnräume. Für Bad oder feuchte Küchenzonen schreibt die DIN VDE 0100-701 je nach Abstand zu Wasser mindestens IP44 vor. Prüfen Sie zudem die Schutzklasse: Klasse I braucht einen Schutzleiter, Klasse II arbeitet mit doppelter Isolierung. Wer eine Leuchte fürs Bad sucht, findet passende Modelle in unserem Ratgeber zu Badlampen. Achten Sie auch auf das Gewicht: schwere Glas oder Kristallleuchten über mehreren Kilogramm verlangen eine tragfähige Deckenbefestigung.