IP-Schutzart: zuerst der Montageort, dann das Design
Die wichtigste Frage vor jedem Kauf ist nicht die Optik, sondern der Ort. Das Bad teilt sich nach DIN VDE 0100-701 in Schutzbereiche auf. Im Wanneninneren (Bereich 0) sind nur Leuchten mit Schutzkleinspannung bis 12 Volt und mindestens IP X7 erlaubt. Direkt über Wanne und Dusche (Bereich 1) sowie im 60-Zentimeter-Umkreis daneben (Bereich 2) gilt IP X4 als Untergrenze, also Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Genau das leistet die verbreitete Schutzart IP44. Außerhalb dieser Zonen, etwa über dem Waschtisch an einer fensterabgewandten Wand, sind die Vorgaben formal lockerer, doch auch hier ist IP44 die sinnvolle Sicherheitsuntergrenze. Fast alle Modelle in diesem Vergleich tragen IP44, was sie für die Bereiche 1 und 2 freigibt. Wer eine Leuchte ins Wanneninnere setzen will, braucht ein Spezialprodukt und liegt mit Standardware falsch.
Lichtfarbe und Farbwiedergabe: das Gesicht entscheidet
Die zweite Kennzahl ist die Farbtemperatur. Warmweiß um 3000 Kelvin wirkt gemütlich und passt zur abendlichen Entspannung, gibt Hauttöne aber wärmer wieder, als sie sind. Neutralweiß um 4000 Kelvin zeigt Farben natürlich und ist für Rasur, Make-up und die Kleiderwahl die sicherere Wahl. Tageslichtweiß ab etwa 5300 Kelvin aktiviert morgens, kann im privaten Bad aber schnell klinisch kühl wirken. Wer flexibel sein will, greift zu einer CCT-Leuchte mit umschaltbarer Lichtfarbe. Neben der Kelvinzahl zählt die Farbwiedergabe, angegeben als CRI oder Ra-Wert: Mindestens Ra 80 sollte es sein, ideal über Ra 90, damit Sie im Spiegel die Farbe sehen, die später auch im Tageslicht stimmt. Für die direkte Spiegelbeleuchtung empfiehlt das Branchenportal licht.de zwei baugleiche Leuchten links und rechts, die das Gesicht schattenfrei ausleuchten.
Helligkeit nach Aufgabe wählen
Lumen ist die Menge an Licht, und der Bedarf hängt von der Rolle der Leuchte ab. Eine schmale Spiegelleuchte mit 300 bis 500 Lumen beleuchtet gezielt den Gesichtsbereich. Eine Deckenleuchte, die das ganze Bad grundausleuchten soll, braucht je nach Raumgröße deutlich mehr, oft 1500 Lumen aufwärts. Ein flaches LED-Panel wie die B.K.Licht LED Panel SHALLOW Schwarz liefert mit 1900 Lumen genug für ein kleines bis mittleres Bad ohne separate Spiegelleuchte. Zu viel Licht auf engem Raum blendet allerdings, weshalb eine Dimmfunktion oder eine versetzte Montage hilft.
Material und wechselbares Leuchtmittel
Im Dauerklima aus Wasserdampf und Temperaturwechseln altert Kunststoff schneller als Metall. Aluminium, Edelstahl und Chrom rosten nicht und lassen sich abwischen, weshalb sie in den oberen Preisklassen den Kunststoff ablösen. Ein zweiter Punkt entscheidet über die Lebensdauer: Bei fest verbauter LED endet das Leuchtenleben mit dem Leuchtmittel, eine Leuchte mit wechselbarer Fassung (E27, G9) lässt sich dagegen nachrüsten. Wer eine fest integrierte LED kauft, sollte auf eine lange Nennlebensdauer achten, die bei guter Wärmeableitung 15 bis 20 Jahre erreicht. Mehr zur passenden Spiegelbeleuchtung steht in unserem Kaufberater für Badspiegel, und wer das Deckenlicht plant, findet im Ratgeber Deckenleuchten ergänzende Hinweise.