Die häufigsten Fehler beim Bettwäschekauf
Nur auf die Fadenzahl schauen
Hohe Fadenzahlen werden im Marketing als Qualitätsbeweis verkauft, sagen aber wenig aus, wenn das Garn minderwertig ist. Eine 300er Fadendichte aus langstapeliger Mako-Baumwolle liegt feiner als eine beworbene 800er aus kurzer, dicker Faser. Schauen Sie zuerst auf Faserart und Webart, dann erst auf die Zahl.
Einen Einzelbezug für eine Garnitur halten
Gerade in günstigen Preisklassen erreichen einzelne Kissenbezüge die höchsten Bewertungen, weil ein kleines Stück feines Material günstig herzustellen ist. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Decken- und Kissenbezug enthalten sind, sonst beziehen Sie am Ende nur ein Kissen.
Die falsche Webart fürs eigene Schlafklima
Wer nachts schwitzt und zu wärmendem Mako-Satin oder Biber greift, liegt schlecht. Umgekehrt friert man unter kühlem Seersucker im Winter. Wählen Sie kühle Webarten wie Perkal, Seersucker oder Leinen, wenn Sie warm schlafen, und seidigen Satin oder Biber, wenn Sie schnell frieren.
Zu kalt waschen
Viele waschen ausschließlich bei 30 oder 40 Grad. Laut Umweltbundesamt sollte etwa jede fünfte Wäsche oder alle zwei Wochen ein 60-Grad-Gang mit bleichmittelhaltigem Vollwaschmittel sein, weil erst dann Hausstaubmilben zuverlässig absterben. Kaufen Sie deshalb Baumwolle, die 60 Grad verträgt.
Bettwäsche zu selten wechseln
Pro Jahr verlieren wir rund ein halbes Kilo Hautschuppen ins Bett, die Nahrung für Milben sind. Wie ÖKO-TEST zusammenfasst, ist ein Wechsel alle ein bis zwei Wochen sinnvoll, Allergiker sollten wöchentlich wechseln. Eine zweite Garnitur zum Wechseln gehört deshalb zur Grundausstattung.
Den Verschluss übersehen
Knöpfe öffnen sich nachts und Bändchen müssen geknotet werden. Ein verdeckter Reißverschluss hält die Decke sicher im Bezug und kratzt nicht. Achten Sie beim Kauf darauf, gerade bei glatten Satinstoffen.