Auf dem Salone 2026 verlor die kühle Linie der letzten Jahre an Boden. Schattdecor spricht bei Wood & Panel von einer Abkehr vom kalten Minimalismus, nach Jahren kühler Grautöne und absoluter Weißtöne. Konkret heißt das für den Esstisch: kaltes Grau, kalt gebeiztes Espresso-Holz und dünne, gleichförmige Beine treten zurück.
Ein ehrlicher Trendbericht sagt auch, was geht. Schattdecor formuliert es bei Wood & Panel deutlich: Nach Jahren kühler Grautöne und absoluter Weißtöne bewegt sich die Branche zurück zu Wärme und Material. Für den Esstisch lässt sich das in drei Beobachtungen fassen. Kaltes, grau gebeiztes Holz und das kühle Espresso-Finish wirken neben warmem Nussbaum blass, das eine kommt, das andere geht. Dünne, identische Vierkantbeine treten zurück, weil das Untergestell jetzt Aussage sein soll und nicht Verlegenheitslösung. Und der kalte Schwarz-Weiß-Hochglanz der Achtziger kehrt nicht als solcher zurück, sondern nur in der wärmeren, gedämpften Lesart.
Wichtig ist die Nuance, damit du nicht am Trend vorbeikaufst. Dunkles Holz allein ist nicht das Signal, es kommt auf den warmen Unterton an. Und Hochglanz ist nicht pauschal veraltet, nur der kalte Kontrast von damals. Wer diese Unterschiede kennt, erkennt am Möbel schneller, ob es die aktuelle Richtung trifft oder die von vorgestern.