Ein skandinavisches Esszimmer entsteht durch Zurückhaltung, also durch das, was man weglässt. Drei Dinge entscheiden, ob der Raum ruhig wirkt oder überladen.
Licht tief hängen
Die Pendelleuchte gehört etwa 60 cm über die Tischplatte, nicht höher. So fällt das Licht auf Teller und Gläser, während die Zimmerdecke dunkel bleibt und der Raum abends kleiner und wärmer wirkt. Ein warmweißes Leuchtmittel um 2.700 Kelvin trifft den skandinavischen Ton besser als kaltes Licht. Wer oft lange am Tisch sitzt, ergänzt eine dimmbare Fassung. Weitere Pendelleuchten im skandinavischen Stil folgen demselben Prinzip aus Holz und Stoff.
Zwei Hölzer, ein Ton
Der Eichentisch und die Kiefernmöbel haben unterschiedliche Farben, und das ist gewollt. Wichtig ist nur, dass beide warm bleiben und keiner ins Gelbliche oder Graue kippt. Ein Öl statt Lack hält die Oberfläche matt und lässt die Maserung sichtbar. So bleibt das Holz das, was den Raum trägt. Der Werkstoff Massivholz altert dabei schöner als jede Beschichtung.
Farbe sparsam einsetzen
Die grüne Bank ist der einzige kräftige Ton im Raum, und das reicht. Wer mehr Farbe möchte, nimmt sie in Textilien auf, etwa in Kissen oder einem Läufer, nicht in weiteren Möbeln. So bleibt der Grundton hell und die Fläche ruhig. Ein paar Zweige in einer Vase bringen mehr Leben an den Tisch als jede große Deko-Sammlung.