Der Raum liest sich von unten nach oben in drei Helligkeitsstufen. Unten liegt der cremefarbene Teppich, darüber stehen die hellen Birkenstühle und das Kiefernregal, und erst auf Augenhöhe kommt mit Bett und Schreibtisch das dunkle Holz. Diese Reihenfolge lässt ein Zimmer größer wirken als die umgekehrte.
Farblich arbeitet das Konzept mit vier Tönen. Den Rahmen setzen Nussbaum und Schwarz, die Fläche dazwischen füllen Creme und helles Naturholz. Messing kommt nur an einer einzigen Stelle vor, am Fuß der Nachttischleuchte, und bleibt deshalb sichtbar. Bunte Akzente kommen ausschließlich über Kissen, Decken und Bilder ins Zimmer, also über Dinge, die sich in fünf Minuten austauschen lassen, wenn ein Kind seine Lieblingsfarbe wechselt.
Funktional zerfällt das Zimmer in drei Zonen, und jede hat ihr eigenes Licht. Am Bett hängt niemand eine Deckenleuchte über den Kopf, dort steht die Rattanlampe. Der Schreibtisch braucht Tageslicht von der Seite und abends eine eigene Leuchte auf der Platte. Die Spielfläche auf dem Teppich kommt mit der Deckenbeleuchtung aus. Wer diese drei Zonen sauber trennt, bekommt ein Zimmer, in dem gleichzeitig ein Kind Hausaufgaben macht und ein zweites auf dem Boden baut.
Wer die Holztöne anders staffeln möchte, findet unter Kinderregalen aus Nussbaum die dunklere Variante der Ablage. Für den Arbeitsplatz stehen Kindertische aus Eiche als wärmere Alternative zum schwarzbraunen Schreibtisch bereit. Soll die Sitzgruppe einzeln wachsen, lohnt der Blick auf Kinderstühle aus Birke. Auch beim Boden bleibt Spielraum, denn Kinderteppiche in Beige tragen dieselbe Grundfarbe in anderen Maßen.