Vier Bauformen teilen sich die Kategorie. Standmodelle sind der Regelfall, 16 der 187 Artikel sind Wandmodelle, 20 sind Körbe oder Geflechtmodelle, und 19 sind über 80 Zentimeter hoch und damit eher Zeitschriftenregale. Welche Bauform passt, entscheidet der verfügbare Stellplatz und nicht der Geschmack. Die Standsicherheit hängt dabei am Verhältnis von Höhe zu Tiefe.
Die Kategorie ist breiter, als der Name vermuten lässt: Unter den 187 Artikeln stecken vier klar unterscheidbare Gruppen.
Standmodelle stellen die Mehrheit. Sie stehen frei neben dem Sitzmöbel, liegen meist zwischen 30 und 45 Zentimetern Höhe und sind der Normalfall für die Leseecke. Wandmodelle sind mit 16 Artikeln die kleinste Gruppe und spielen ihre Stärke im Flur aus, wo keine Stellfläche frei ist. Körbe und Geflechtmodelle kommen auf 20 Artikel und bringen mehr Volumen bei weicherer Optik. Und 19 Artikel sind 80 Zentimeter hoch oder höher, das sind Zeitschriftenregale, die eine eigene Stellfläche brauchen.
Das große Zeitschriftenregal in Weiß markiert diese Obergrenze mit 67 mal 81 mal 37 Zentimetern und rund 200 Litern Hüllvolumen. Neben dem Sessel hat so etwas nichts mehr verloren, das ist ein Möbel mit eigenem Platzbedarf.
Bei der Bauform hängt die Standsicherheit an einem einfachen Verhältnis. Teilt man die Höhe durch die Tiefe, liegt der Median bei 1,65. Bei 30 der 107 vermessenen Modelle liegt der Wert über 2,5, bei 22 sogar über 3. Diese Modelle sind mehr als dreimal so hoch wie tief, und sie kippen nach vorn, sobald jemand am oberen Rand zieht, statt gerade nach oben zu greifen. Wo Kinder im Raum sind, ist das ein Argument für das Wandmodell oder für den flachen Korb.
Wer es schwer und massiv mag, findet unter den Ständern aus Massivholz Modelle, deren Eigengewicht das Kippproblem von selbst löst. Die Modelle in Schwarz und die Ständer im Industrial-Stil decken den Gegenpol ab, schmale Stahlrahmen, die wenig Raum einnehmen und dafür an der Wand verschraubt gehören.