Fünf Werkstoffe teilen sich den Markt: glasierte Keramik, Mineralguss, Naturstein wie Marmor, Edelstahl und Kunststoff. Keramik ist der pflegeleichte Standard, Mineralguss der warme Kompromiss, Naturstein die edle Wahl mit Säureproblem. Edelstahl und Kunststoff sind günstig und bruchfest, geben optisch aber weniger her. Deine Putzgewohnheiten entscheiden am Ende mit.
Geh einmal in Gedanken durch dein eigenes Bad. Wie oft greifst du zur Sprühflasche, und was steht auf dem Etikett? Diese eine Angewohnheit sortiert die fünf Materialien schneller als jedes Datenblatt. Wer täglich mit einem sauren Kalklöser arbeitet, ist bei Naturstein falsch und bei Keramik richtig. Wer das Becken eher trocken nachwischt, kann sich die weiche Haptik von Mineralguss leisten.
In unserem Sortiment stellt Keramik 33 von 75 verfügbaren Becken, gefolgt von Kunststein mit zwölf und Kunststoff mit neun Modellen. Edelstahl und Marmor bleiben Nischen. Diese Verteilung ist kein Zufall. Sie zeigt, womit die meisten Haushalte im Alltag am wenigsten Ärger haben.
Ein zweiter Faktor ist die Nutzung. Ein Gäste-WC, das zweimal im Monat läuft, stellt andere Ansprüche als das Familienbad, in dem morgens vier Leute nacheinander die Zähne putzen. Wo viel Betrieb herrscht, gewinnt die harte, unempfindliche Oberfläche. Wo das Becken vor allem gut aussehen soll, darf es empfindlicher sein.
Die folgenden Abschnitte nehmen jeden Werkstoff einzeln vor, mit seiner konkreten Schwäche statt mit Hochglanz-Versprechen. Ein Becken kaufst du für zehn Jahre, nicht für den ersten Eindruck im Ausstellungsraum.