Edelstahl ist die unkomplizierteste Wahl, wenn die Qualität stimmt. Rostfrei bleibt der Stahl, weil sich an der Oberfläche eine hauchdünne, dichte Passivschicht aus Chromoxid bildet, die das Eisen darunter abschirmt. Dafür braucht es laut der deutschsprachigen Wikipedia zu nichtrostendem Stahl mindestens 10,5 Prozent Chrom in der Legierung. Der gängige Badezimmer-Edelstahl V2A (Werkstoff 1.4301) bringt rund 18 Prozent Chrom und 10 Prozent Nickel mit. Die höherwertige Sorte V4A (1.4404) enthält zusätzlich etwa 2 Prozent Molybdän, und genau dieses Molybdän macht sie deutlich widerstandsfähiger gegen Chloride, wie sie in scharfen Badreinigern stecken. Ein einfacher V2A-Halter kann bei dauerhaftem Kontakt mit chloridhaltigen Mitteln punktuellen Lochfraß bekommen, während V4A das wegsteckt. Die Pflege bleibt in beiden Fällen simpel: feucht abwischen, gelegentlich trocken nachpolieren in Schliffrichtung. Ein gebürstetes Modell wie der WENKO-Wandhalter Bosio aus gebürstetem Edelstahl von Wenko verzeiht dabei mehr Fingerabdrücke als eine hochglanzpolierte Stange. Wer mag, findet im Sortiment an Wandhalter aus Edelstahl von der schlichten Einzelstange bis zum zweiarmigen Halter alles.
Verchromte Halter bestehen meist aus Stahl oder Zink mit einer dünnen Chromauflage. Diese Schicht ist hart und glatt, deshalb perlt Wasser gut ab, deshalb sieht man aber auch jeden Kalktropfen sofort. Die gute Nachricht: Chrom verträgt verdünnte Säure, du kannst Kalk also lösen, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Wichtig ist nur, dass die Chromschicht keine Beschädigung hat. Sobald sie abplatzt, rostet der Stahl darunter, und das lässt sich nicht reparieren.
Messing und die beliebten Gold-Optiken sind ein anderes Kapitel. Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink, wobei der Zinkanteil bis etwa 40 Prozent reichen kann und über den Farbton entscheidet, wie die Wikipedia zu Messing erläutert. Das Metall oxidiert an der Luft und unter leicht saurem Handschweiß, es bildet mit der Zeit eine dunklere Patina oder im Extremfall grünlichen Grünspan. Hersteller schützen die Oberfläche deshalb oft mit einer dünnen Klarlackschicht. Diese Schicht ist der Knackpunkt der Pflege: Säure und Scheuermittel zerstören sie, danach läuft das Messing ungebremst an. Ein lackierter Verona-Handtuchring aus Messing von Belle Arti will deshalb nur mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen mildem Spülmittel gereinigt werden, nie mit Entkalker. Das gilt für das ganze Sortiment an Halter aus Messing ebenso wie für goldfarben beschichtete Modelle.
Bambus und Massivholz bringen Wärme ins Bad, vertragen aber keine Dauernässe. Holz quillt auf, wenn Wasser in die Fasern zieht, und an stehender Feuchte bildet sich Schimmel. Ein geölter Halter wie der Tikamoon-Wandhalter aus geöltem Bambus von Tikamoon braucht deshalb zwei Dinge: regelmäßiges Abtrocknen und etwa einmal im Jahr eine dünne Schicht Pflegeöl, die das Holz wieder wasserabweisend macht. Stell einen Holzhalter nie in die direkte Spritzzone der Dusche. In der ruhigen Ecke neben dem Waschtisch hält er dagegen lange. Auch Modelle aus Bambus und Halter aus Massivholz folgen alle derselben Logik: trocken halten, ölen, nicht schrubben.
Matt schwarze Pulverbeschichtung ist gerade in fast jedem zweiten neuen Bad zu sehen, und sie ist tückischer, als sie aussieht. Bei der Pulverbeschichtung wird ein Farbpulver elektrostatisch aufgetragen und eingebrannt, das ergibt eine zähe, gleichmäßige Schicht. Solange diese Schicht unverletzt ist, hält sie jahrelang. Sobald aber Stahlwolle oder Scheuerpulver die Mattierung aufkratzen, glänzen die zerkratzten Stellen nicht nur anders, sondern der Stahl darunter liegt frei und beginnt zu rosten. Eine freistehende Handtuchleiter Betti aus pulverbeschichtetem Stahl von CLP bleibt deshalb nur mit einem weichen Tuch und mildem Reiniger schön. Das gilt für alle matt schwarz beschichtete Halter, vom Wandhaken bis zur Leiter.