Farbtemperatur: warmweiß statt tageslichtweiß
Die wichtigste Zahl auf der Verpackung ist die Farbtemperatur in Kelvin. Warmweißes Licht zwischen 2.700 und 3.000 Kelvin stört die Melatoninbildung deutlich weniger als blauhaltiges, kühles Licht. Blaues Licht signalisiert dem Gehirn Tag und unterdrückt das Schlafhormon stärker als jede andere Lichtfarbe. Für die letzte Stunde vor dem Zubettgehen ist sogar ein Bereich von 1.800 bis 2.200 Kelvin sinnvoll, der an Kerzenschein erinnert. Alles oberhalb von 4.000 Kelvin gehört nicht ans Kinderbett. Mehr Hintergrund dazu liefert die Verbraucherzentrale.
Helligkeit: weniger ist mehr
Ein Nachtlicht soll Orientierung geben, nicht den Raum ausleuchten. Schon ab etwa 8 Lux kann der Schlaf gestört werden, das entspricht ungefähr 10 Lumen aus einem Meter Abstand. Modelle mit stufenloser Dimmfunktion sind hier im Vorteil, weil sich die Helligkeit an die Empfindlichkeit des Kindes anpassen lässt. Ein festes, sehr schwaches Dauerlicht reicht zur reinen Orientierung oft aus.
Lichtverteilung: diffus statt gerichtet
Ein gleichmäßig leuchtendes Gehäuse wirft keine harten Schatten an die Wand, die ein Kind erschrecken könnten. Kugel- und Tierformen aus mattem Silikon oder Plüsch streuen das Licht rundum. Steckdosenlichter strahlen dagegen eher gerichtet und eignen sich besser für Flur und Treppe als für den direkten Blickkontakt aus dem Bett.
Stromversorgung: Steckdose, Akku oder Batterie
Fest verbaute Stecklichter mit Dämmerungssensor verbrauchen oft unter 0,5 Watt und laufen jahrelang ohne Wartung. Akku-Modelle lassen sich mit ins Bett nehmen und per USB laden, müssen aber regelmäßig an die Ladestation. Von Batteriebetrieb mit Knopfzellen raten wir bei Kleinkindern ab, dazu mehr im Abschnitt zu den Bauarten und zur Sicherheit.
Zusatzfunktionen mit echtem Nutzen
Ein Timer, der das Licht nach 30 Minuten abschaltet, verhindert nächtliches Aufwachen durch Restbeleuchtung. Ein Dämmerungssensor schaltet automatisch bei einbrechender Dunkelheit, ein Bewegungsmelder eignet sich eher für Flure als fürs Schlafzimmer, weil er durch Atembewegungen zu früh auslösen kann. Wer noch tiefer in das Thema Kinderbeleuchtung einsteigen will, findet im Kaufberater für Kinderzimmerlampen ergänzende Empfehlungen, und für das passende Leuchtmittel lohnt der Blick in den LED-Lampen-Kaufberater.