Den Stoff für das Wichtigste halten
Der häufigste Irrtum ist die Annahme, ein besonders dunkler Stoff garantiere einen dunklen Raum. Tatsächlich blockiert fast jedes Verdunklungsgewebe das Licht voll, der Helligkeitssaum entsteht an den ungeschützten Rändern. Wer echte Dunkelheit braucht, achtet auf Führungsschienen oder ein Seitenzug-System statt auf die Stofffarbe.
Falsch oder gar nicht messen
Klemmfix-Rollos passen nur auf Fensterflügel mit der richtigen Rahmenstärke, Dachfensterrollos sogar nur auf ein bestimmtes Velux-Format. Wer ohne Blick auf das Typenschild im Fensterrahmen bestellt, kauft ein Rollo, das klemmt, wackelt oder gar nicht greift. Messen Sie vor dem Kauf Rahmenstärke und Fensterformat genau.
Im Mietverhältnis bohren
Verschraubte Dachfensterrollos sitzen stabil, doch die Löcher im Falz können bei Auszug Geld kosten oder gegen den Mietvertrag verstoßen. Mieter greifen besser zu Klemmfix oder zu klebenden Lösungen, die rückstandsfrei abgehen.
Kinderzimmer ohne Sicherheitsblick
Lose Bedienketten sind für Kleinkinder ein Strangulationsrisiko, das die Norm DIN EN 13120 ausdrücklich behandelt. Im Kinderzimmer gehören kettenlose oder fest gespannte Endlosketten und ein OEKO-TEX-geprüfter Stoff zur Grundausstattung.
Den Aufpreis mit Dunkelheit verwechseln
Über 100 Euro steigt der Preis vor allem durch markenspezifische Passform, Motivdruck und langlebige Schienen, nicht durch eine bessere Lichtblockade. Wer nur den Raum abdunkeln will, findet im Segment bis 50 Euro bereits die höchsten Verdunkelungswerte des Tests.
Hitzeschutz übersehen
Im Dachgeschoss zählt nicht nur die Dunkelheit, sondern auch die Wärme. Ein Rollo ohne reflektierende Rückseite lässt das Zimmer im Sommer aufheizen, während eine silberne Thermoschicht die Strahlung abweist, bevor sie zu Wärme wird.