Falztiefe nicht gemessen
Klemmfix-Halter funktionieren nur bei Rahmenstärken zwischen 15 und 25 Millimetern. Wer den Falz nicht mit dem Zollstock prüft, stellt erst nach Lieferung fest, dass der Halter entweder durchhängt oder gar nicht greift. Das Rollo sitzt schief, und der Stoff legt seitlich Lichtspalten frei.
Besser: Messen Sie an der schmalsten Stelle des oberen Falzes. Bei dickeren Rahmen entweder Klemmfix mit Adapter wählen oder direkt ein schraubmontiertes Modell bestellen.
Komplette Dunkelheit ohne Führungsschienen erwartet
Eine 100-Prozent-Lichtblockade auf der Stoffbahn schützt nicht vor seitlich einfallendem Licht. Bei direkter Morgensonne entstehen ohne Führungsschienen scharfe Lichtkanten an den Stoffsäumen, die den Schlaf von Schichtarbeitern oder lichtempfindlichen Personen unterbrechen.
Besser: Wer absolute Dunkelheit braucht, wählt ein Modell mit seitlichen Aluminiumschienen. Alternativ helfen schmale Magnetstreifen oder ein Verdunkelungsband am Rahmen, die seitliche Lücke zu schließen.
Universal-Dachfensterrollo bei VELUX-Fenstern
Originale VELUX-Dachfenster haben in der Aluminiumkassette spezielle Pin-Halter, in die nur Originalrollos einrasten. Universal-Modelle werden mit Schrauben behelfsmäßig befestigt, sitzen nie ganz spaltdicht und neigen dazu, sich beim Öffnen des Fensters zu verziehen.
Besser: Bei VELUX und Roto auf das fensterspezifische Original setzen oder zertifizierte Drittanbieter wählen, die explizit das Fenstermodell und die DKL- oder GGL-Bezeichnung in der Produktbeschreibung führen.
Endloskette im Kinderzimmer ohne Sicherheitsclip
Eine herabhängende Endloskette ist für Kleinkinder ein Strangulationsrisiko. Die DIN EN 13120 verlangt deshalb für Innenrollos in Wohnräumen mit Kindern entweder einen Sicherheitsclip, der die Kette gespannt hält, oder eine Kindersicherung an der Wand. Viele Billigrollos liefern keine Sicherheitsteile mit.
Besser: Beim Bestellen darauf achten, dass die Lieferung einen Wandclip oder eine Tension-Vorrichtung enthält. Im Zweifel Federzug- oder Akku-Modelle ohne Kette wählen, gerade in Räumen mit Kindern unter sechs Jahren.
Stoffbreite mit Rollobreite verwechselt
Die Produktangabe Breite bezieht sich fast immer auf die Gesamtbreite des Rollos inklusive Halter und Mechanik. Die eigentliche Stoffbahn ist 2 bis 4 Zentimeter schmaler. Wer das übersieht, kauft ein Rollo, das in der Fensternische zwar passt, dort aber zu schmale Stoffabdeckung hat und seitlich Licht durchlässt.
Besser: Ein Modell wählen, dessen Stoffbreite mindestens dem Lichtmaß der Glasfläche plus zwei Zentimeter pro Seite entspricht. Hersteller wie LICHTBLICK oder K-HOME geben in den Datenblättern beide Maße an.
Pflegeangaben ignoriert und Stoff nass gewischt
Die Acrylat- oder Aluminiumbeschichtung auf der Rückseite vieler Verdunklungsrollos verträgt kein Schrubben und kein nasses Auswringen. Wer den Stoff in der Waschmaschine wäscht oder mit feuchtem Lappen rubbelt, löst die Beschichtung an. Das Ergebnis sind helle Flecken, die als Lichtinseln durchschimmern.
Besser: Trockenes Abstauben mit dem Microfasertuch reicht meist. Bei Flecken kalt mit Spülmittel und sehr feuchtem, nicht nassem Tuch tupfen, niemals reiben. Stark verschmutzte Bahnen lieber tauschen als waschen.