Detailanalyse
Kurzurteil, Score und Preis für jedes der 18 näher analysierten Modelle, nach Preissegmenten gegliedert.
Preisklasse 1 von 6
Der FUROKOY lässt sich werkzeuglos von 146 auf 180 Zentimeter ausziehen und trägt bis zu 80 Kilogramm, genug für einen schweren 75-Zöller. Schubladen und geschlossene Türen verstecken Technik und Kleinteile getrennt. Die Tiefe von nur 30 Zentimetern bleibt die Grenze: Tiefe Receiver oder Soundbars ragen vor.
Der vidaXL kostet 48 Euro und bietet dafür ein 102 Zentimeter breites Lowboard mit geschlossenen Türen, hinter denen Kabel verschwinden. Die 52,5 Zentimeter Höhe sitzen ergonomisch günstig. Material und schmale Tiefe begrenzen ihn auf leichte Fernseher bis 55 Zoll, schwere Geräte verlagern den Schwerpunkt zu weit nach vorn.
Der Jan Nowak setzt im Budget auf Stahl statt Span: 40 Kilogramm Traglast pro Boden, in 25-Millimeter-Schritten höhenverstellbar und mit nivellierbaren Beinen für unebene Böden. Mit 115 Zentimetern Breite und 40 Zentimetern Tiefe ist er der robustere, aber schmalere Gegenentwurf zum FUROKOY.
Preisklasse 2 von 6
Der Jan Nowak in der 200-Euro-Variante ist eine Stahlkonstruktion mit 40 Kilogramm Tragkraft pro Regal, höhenverstellbaren Beinen und leise schließenden Magnettüren. Stahl verzieht sich nicht und ist feuchteunempfindlich, was ihn auf unebenen Böden sicherer macht als jedes Holzmodell der Klasse. Eine VESA-Wandhalterung fehlt, der Fernseher steht also auf der Platte.
Der en.casa Videbæk kostet nur 114 Euro und bietet dafür Bambus statt Spanplatte sowie vier Kabeldurchlässe, die im Budgetsegment selten sind. Die niedrige Bauhöhe von 38 Zentimetern senkt den Schwerpunkt und reduziert die Kippgefahr. Hohe Geräte lassen sich darin schlechter unterbringen, und die festen Beine wackeln auf sehr unebenem Boden.
Der MODFU bringt 160 Zentimeter Breite für einen 65-Zöller, ein offenes Mittelfach mit vorgebohrten Durchführungen und einen sehr niedrigen Schwerpunkt. Der MDF-Korpus ist stabil, aber schwer und feuchteempfindlicher als Massivholz, die schmalen Eisenbeine können auf Parkett Druckstellen hinterlassen.
Preisklasse 3 von 6
MIRJAN24
Der MIRJAN24 Xylix bietet 204 Zentimeter Breite mit MDF-Fronten im Chevron-Muster, Kugelgleitschienen und Push-to-open, eine Ausstattung, die sonst erst ab 400 Euro üblich ist. Die Fläche reicht für 55 bis 85 Zoll. Die schmalen Metallfüße konzentrieren die Last allerdings stark, bei einem TV über 40 Kilogramm gehört ein Bodenanker dazu.
Der Selsey TOVI kostet 35 Euro weniger und bietet 175 Zentimeter Breite mit stoßfesten ABS-Kanten und einer matten Kaschmir-Oberfläche, die Fingerabdrücke kaschiert. Die 17 Zentimeter hohen Metallfüße halten Feuchtigkeit von der Spanplatte fern. Für einen TV bis 75 Zoll genügt das vollauf, eine Schublade für Kleinteile fehlt ihm.
Der Lookway CELINE bringt für unter 300 Euro zwei Meter Breite mit LED-Beleuchtung, vier geschlossenen Fächern und Push-to-open. Die geteilte Tischplatte unterbricht die goldene Leiste optisch, und mit 40 Zentimetern Tiefe verlangt er eine Wandmontage des Fernsehers, weil der TV sonst übersteht.
Preisklasse 4 von 6
Der MIRJAN24 Tireno kombiniert 182 Zentimeter Breite für einen 85-Zöller mit Gasdruckfedern an den Türen und einem integrierten LED-Kamin samt 2-kW-Heizung, die sich getrennt vom Licht schalten lässt. Aluminium-Griffe statt Plastik halten dauerhaft. Kabeldurchführungen fehlen, die Verkabelung verlangt also Disziplin beim Aufbau.
Der Lookway ELODIE II bietet 180 Zentimeter Breite mit gefrästen MDF-Fronten, Soft-Close und schräg gestellten Metallfüßen für 349 Euro. Die Verarbeitung liegt deutlich über Standard-Laminat. Die 40 Zentimeter Tiefe und das fehlende Kabelmanagement sind die Kompromisse, hohe Geräte passen nicht in das niedrige Mittelfach.
Die trendteam Wohnwand liefert für 424 Euro gleich ein dreiteiliges Set aus TV-Lowboard und Vitrinenschrank mit höhenverstellbaren Fächern und kugelgelagerten Schienen. Die geschlossene Klappe ordnet Kabel sauber. Die sägeraute Furnieroberfläche ist allerdings kratzempfindlicher und sammelt Schmutz in der Maserung.
Preisklasse 5 von 6
Das VOWNER Modular ist mit 82 Punkten der Gesamtsieger des Tests: ein 5-teiliges System über 300 Zentimeter Breite, das geschlossene Lowboards mit Glasvitrinen kombiniert und das Gewicht eines 75-Zöllers großflächig verteilt. Für 530 Euro deckt es eine ganze Wand ab. Die Spanplatte verlangt sorgsamen Umgang mit Feuchtigkeit, die Glastüren regelmäßiges Wischen.
VOWNER
Das VOWNER Board-Set zum gleichen Preis bietet dieselbe modulare Flexibilität mit massiven Holzfüßen und USB-betriebener LED-Beleuchtung, die ohne zusätzliche Steckdose auskommt. Die offene Mittelkonsole aus Spanplatte ist der empfindlichste Punkt, und die 40 Zentimeter Tiefe verlangen bei sehr großen Fernsehern einen sorgfältigen Stand nahe der Kante.
Der Tikamoon Bonnie setzt mit 72,5 Kilogramm massivem Akazienholz und vier Schubladen auf Substanz statt Fläche. Das Gewicht und die Metallfüße machen ihn ausgesprochen kippsicher, der Stauraum ist der größte der Auswahl. Die Schubladen sind mit 8 Zentimetern Höhe flach, für DVD-Boxen oder hohe Gegenstände reicht das nicht.
Preisklasse 6 von 6
Das Hammel Mistral ist ein dänisches Modulsystem aus Massivholz und MDF, das sich später um weitere Elemente erweitern lässt, statt komplett ersetzt zu werden. Die Kabelführung durch die Rückwand hinter Akustikstoff-Türen ist die sauberste des Tests, Soft-Close gehört dazu. Mit 41,6 Zentimetern Bauhöhe steht es niedrig, der Zugriff auf die Fächer verlangt Bücken.
Der Tikamoon Nussbaum kostet 167 Euro weniger und bietet dafür reines Nussbaumholz-Massivholz statt einer Werkstoffmischung, dazu 175 Zentimeter Breite und fünf geschlossene Fächer. Soft-Close und ein durchdachtes Kabelmanagement fehlen ihm, und die 15 Zentimeter hohen Beine verlangen bei dieser Breite zwingend eine Wandbefestigung gegen Kippen.
Der Tikamoon Isaure ist mit 80,7 Kilogramm und einer Terrazzo-Deckplatte der stabilste Schrank der Auswahl und damit auch für schwere 75-Zöller kippsicher. Das FSC-Nussbaumholz und die vorgebohrten Kabeldurchführungen sind hochwertig. Die Schubladen mit Holzschiene ziehen nicht vollständig heraus, was den Zugriff nach hinten erschwert.
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