Beim Kauf einer Tischlampe wiederholen sich einige Fehler, die sich mit etwas Vorwissen leicht vermeiden lassen.
Der erste Fehler ist, nur auf den Preis zu schauen und das fehlende Leuchtmittel zu übersehen. Viele Lampen zwischen 30 und 100 Euro werden ohne Birne geliefert. Wer das nicht einplant, zahlt fünf bis zehn Euro nach und steht am ersten Abend ohne Licht da.
Der zweite Fehler betrifft die Lichtfarbe. Eine kaltweiße LED im Schlafzimmer hält wach, weil ihr Blauanteil die Melatoninbildung bremst. Fürs Schlafzimmer gehört warmweißes Licht bis 2700 Kelvin, kühleres Licht bleibt dem Arbeitsplatz vorbehalten.
Drittens wird die Standfestigkeit unterschätzt. Eine hohe, schlanke Lampe mit schmaler Basis kippt auf dem Nachttisch schnell um, wenn man im Halbschlaf danach greift. Ein schwerer Fuß und ein niedriger Schwerpunkt sind hier wichtiger als die Optik.
Der vierte Fehler ist die Verwechslung von Watt und Lumen. Wer eine helle Leselampe sucht, achtet auf die Lumenzahl, nicht auf die Wattangabe, die bei LED nur den geringen Verbrauch beschreibt.
Fünftens kaufen viele eine starre Lampe und erwarten gezieltes Leselicht. Ohne neigbaren oder schwenkbaren Schirm lässt sich der Lichtkegel nicht lenken, und die Lampe taugt nur als Ambientelicht. Wer am Buch oder Bildschirm liest, braucht ein verstellbares Modell.
Der sechste Fehler ist, fest verbaute LEDs zu ignorieren. Sie sparen den Leuchtmittelkauf, lassen sich aber nicht tauschen. Ist die LED nach Jahren defekt, wandert die ganze Lampe in den Müll, während eine offene Fassung nur eine neue Birne braucht.