Ein Lampenschirm erfüllt zwei Aufgaben zugleich: Er prägt das Aussehen der Lampe und entscheidet, wie das Licht in den Raum fällt. Wer beides trennt, kauft an seinem Bedarf vorbei. Die folgenden Punkte sind nach ihrem Gewicht im Test geordnet.
Materialverträglichkeit mit dem Leuchtmittel
Das wichtigste Kriterium ist die Frage, ob das Material die Wärme des Leuchtmittels aushält. Stoff, Papier und Biokunststoff sind brennbar und vertragen keine heißen Halogen- oder alten Glühlampen aus nächster Nähe. Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung hält fest, dass LED bei der Brandbilanz am besten abschneidet, weil sie kaum Wärme abstrahlt, während abgedeckte Hochleistungslampen Papier in unter zwei Minuten entzünden können. Halten Sie die vom Hersteller angegebene maximale Wattzahl ein und bleiben Sie bei brennbaren Schirmen konsequent bei LED. Wer einen Stoffschirm mit einer alten 60-Watt-Glühbirne betreibt, riskiert Vergilbung im besten und Schwelbrand im schlechtesten Fall. Mehr zur richtigen Birne steht in unserem LED-Lampen Kaufberater.
Lichtverteilung
Ob ein Schirm weiches Raumlicht oder einen harten Akzent erzeugt, hängt vom Material ab. Opal- und Mattglas streuen das Licht milchig und blendfrei und machen die Birne unsichtbar, ideal für Wohn- und Schlafzimmer. Klares Acryl oder gewellte Strukturen werfen dagegen Muster und Schatten, was als Stimmungsakzent gedacht ist, nicht als Hauptlicht. Dunkle Stoffe in Taupe oder Schwarz schlucken einen Teil des Lichts und eignen sich eher für Atmosphäre als für Helligkeit. Wer am Schirm lesen will, braucht eine helle Innenseite und ein eher offenes oben, sonst landet das Licht an der Decke statt auf dem Buch.
Preis-Leistung
Der faire Preis hängt davon ab, ob Sie einen reinen Schirm oder eine ganze Leuchte kaufen. Ein Stoffschirm für fünf Euro ist ein Verbrauchsteil, das man bei Verschmutzung ersetzt. Echtes Alabaster- oder Opalglas kostet ab 20 Euro und hält dafür Jahre ohne zu vergilben. Über 80 Euro lohnt ein nackter Schirm selten, weil dafür bereits eine komplette Marken-Leuchte mit Fuß, Schalter und Garantie erhältlich ist.
Verarbeitung
Bei Stoffschirmen verraten die Nähte die Qualität: saubere, geschlossene Kanten halten auch einen Umzug aus, sichtbare Nahtwülste deuten auf Standardware. Bei Glas zählt das Gewicht. Ein 24-Zentimeter-Schirm mit 650 Gramm hat eine stabile Wandstärke, klappert nicht auf der Fassung und fühlt sich wertig an, während dünnes Gießglas billig wirkt. Bei Metall und Messing entscheidet die Beschichtung über die Langlebigkeit der Optik.
Stabilität des Fußes
Ein reiner Schirm bringt keine eigene Standfestigkeit mit, er hängt vollständig vom Fuß ab. Genau hier scheitern viele Bestellungen: Wer nur den Schirm kauft, braucht einen vorhandenen, ausreichend schweren Fuß, sonst kippt die Lampe. Komplettleuchten lösen das Problem, vor allem solche mit schwerem Keramik- oder Metallsockel. Bei hohen Steh- und Bogenlampen mit hohem Schwerpunkt ist ein massiver Sockel Pflicht, sonst genügt ein Stoß zum Umfallen.
Passgenauigkeit
Zuletzt muss der Schirm mechanisch passen. Die Fassung ist meist E14 (14 Millimeter Gewinde) oder E27 (27 Millimeter), und Schirme werden entweder gesteckt, geklemmt oder mit einer Überwurfmutter verschraubt. Messen Sie vor dem Kauf die Schirmöffnung und den Abstand von der Oberkante bis zur Fassung, den sogenannten Einzug. Passt das Gewinde nicht, hilft oft ein Reduzierring von E27 auf E14. Wer das überspringt, hat am Ende einen schönen Schirm, der nicht auf den vorhandenen Fuß geht.