Der erste Fehler ist, eine Standleuchte nach der Wattzahl zu kaufen. Bei LED sagt Watt wenig über die Helligkeit aus, entscheidend sind die Lumen. Eine Leuchte mit wenigen hundert Lumen erzeugt Stimmungslicht, für die Grundbeleuchtung eines Wohnzimmers braucht es nach DIN-Empfehlung deutlich mehr.
Zweitens wird die Standsicherheit unterschätzt. Eine 120 bis 176 Zentimeter hohe Leuchte auf einem schmalen Fuß kippt leichter, vor allem wenn bewegliche Arme ausgefahren werden oder das Gesamtgewicht wie bei der NÄVE Odrive nur 3 Kilogramm beträgt. Ein schwerer Sockel aus Zement oder Marmor verhindert das, ein leichtes Modell nicht.
Drittens wird die Lichtfarbe falsch gewählt. Sehr warmes Licht um 2700 Kelvin wirkt abends gemütlich, ermüdet aber beim konzentrierten Lesen, während kaltweißes Licht direkt vor dem Schlafen den Rhythmus stört. Eine Leuchte mit einstellbarer Farbtemperatur umgeht das Problem.
Viertens vergessen viele Käufer, dass bei E27- und E14-Modellen das Leuchtmittel häufig nicht enthalten ist. Das verschiebt den Einsatz und erhöht den Endpreis um die Kosten der passenden Lampen, bei Mehrarm-Leuchten gleich um mehrere Stück.
Fünftens wird die fehlende Dimmbarkeit übersehen. Eine feste Helligkeit, die mittags angenehm ist, blendet abends. Wer nie nachregeln kann, greift schnell wieder zur Deckenlampe.
Ein sechster Punkt betrifft die Raumhöhe. Eine 173 oder 176 Zentimeter hohe Leuchte wirkt in einem Zimmer mit niedriger Decke dominant und stellt kleine Sofas optisch in den Schatten. Höhe und Breite sollten zum Raum passen, nicht nur zum Datenblatt.
Siebtens lohnt ein Blick auf das EU-Energielabel. Module einer schwachen Effizienzklasse verbrauchen bei gleicher Helligkeit spürbar mehr Strom als sparsamere Klassen, was sich bei täglicher Nutzung über die Jahre summiert.