Lattenabstand und Lattenzahl: der wichtigste Wert
Der Abstand zwischen den Latten entscheidet darüber, ob Ihre Matratze gleichmäßig getragen wird oder zwischen den Leisten durchdrückt. Als Faustregel sollte der Abstand drei Zentimeter nicht überschreiten und fünf Zentimeter keinesfalls erreichen. Je weicher und dünner die Matratze, desto enger muss die Lattung sein. Ein guter Rost für die Standardlänge von 200 Zentimetern bringt mindestens 28 Leisten mit, hochwertige Modelle 42 und mehr. Wird der Abstand zu groß, drückt sich die Matratze in die Lücken, es entstehen Druckstellen und das Material verschleißt schneller. Unter einem Zentimeter Abstand leidet allerdings die Luftzirkulation, die Feuchtigkeit aus der Matratze abführt.
Lattenstärke und Tragkraft
Die Dicke der Federholzleisten bestimmt, wie viel Gewicht der Rost dauerhaft trägt, ohne durchzuhängen. Dünne Latten unter zwölf Millimetern verformen sich mit der Zeit, besonders unter schweren Matratzen oder bei Körpergewichten über 100 Kilogramm. Achten Sie auf die angegebene Belastungsgrenze: Viele Einsteigermodelle enden bei 120 bis 140 Kilogramm, was für eine Person meist genügt, bei zwei Schläfern im Doppelbett aber knapp werden kann. Schichtholz aus Birke oder Buche ist formstabiler als einfaches Sperrholz und verzieht sich kaum.
Härteverstellung: wann sie sich lohnt
Verstellbare Schieber in der Mittelzone erlauben es, die Härte im Becken an Ihr Gewicht anzupassen. Das ist der spürbarste Komfortgewinn gegenüber einem starren Rollrost und beginnt schon in der 100-Euro-Klasse. Wichtig ist die Verstellung dort, wo die meiste Last anliegt, also im Lenden- und Beckenbereich. Die Stiftung Warentest weist allerdings darauf hin, dass viele fein einstellbare Härtezonen im Alltag selten genutzt werden und kaum echten Mehrwert bringen, wenn die Grundkonstruktion stimmt. Ein stabiler Rahmen mit richtigem Lattenabstand ist also wichtiger als eine möglichst hohe Zahl an Verstelloptionen.
Verstellbares Kopf- und Fußteil: Hand oder Motor
Ein hochstellbares Kopfteil hilft beim Lesen, Fernsehen oder gegen Schnarchen. Manuelle Modelle sind günstiger, verlangen aber Kraft und lassen sich nur im leeren Bett bequem verstellen. Elektrische Roste fahren per Fernbedienung und eignen sich für ältere oder bewegungseingeschränkte Schläfer, kosten mehr und brauchen Strom sowie genügend Einbauhöhe im Bettgestell. Achten Sie bei Motorrosten darauf, ob die Garantie auch den Motor abdeckt oder nur den Holzrahmen.
Den Rost zur Matratze und zum Bett wählen
Lattenrost und Matratze bilden ein System. Eine Kaltschaum- oder Visco-Matratze braucht eine dichte Lattung, eine Federkernmatratze verträgt etwas mehr Abstand. Wer passende Modelle sucht, findet sie in unseren Vergleichen zu Matratzen und Bettgestellen. Prüfen Sie vor dem Kauf die Innenmaße Ihres Bettrahmens und die nötige Einbautiefe, gerade bei Motorrosten und Betten mit Bettkasten.