Nicht-dimmbare LED in einen alten Dimmer geschraubt
Sie tauschen die alte Halogenbirne gegen eine günstige LED, lassen den vorhandenen Drehdimmer aus den 1990er-Jahren und bemerken nach wenigen Tagen Flackern, ein Surren aus der Wand und eine Lampe, die früh ausfällt.
Innerhalb weniger Wochen sterben günstige LEDs an einem inkompatiblen Dimmer, weil der Treiber dauerhaft unterhalb seiner Mindestlast läuft. Eine Lampe für zwei Euro, die nach drei Wochen ausfällt, summiert sich übers Jahr zu echtem Verlust.
Besser: Kaufen Sie nur ausdrücklich als dimmbar deklarierte Modelle. Bei alten Schaltern lohnt der Tausch gegen einen LED-fähigen Dimmer für rund 30 Euro, sonst flackert auch das teure Markenleuchtmittel.
Lumen mit Watt verwechselt und im Halbdunkel gelandet
Sie ersetzen eine 60-Watt-Glühbirne durch eine 7-Watt-LED, weil die LED ja effizienter ist, und plötzlich wirkt der Raum düster, obwohl die Watt-Zahl zu stimmen scheint.
Die Lichtmenge wird nicht in Watt, sondern in Lumen angegeben. Eine 60-Watt-Glühbirne entspricht etwa 800 Lumen, eine schwache 7-Watt-LED liefert je nach Modell nur 470 bis 600 Lumen.
Besser: Rechnen Sie rund 100 Lumen pro Quadratmeter Wohnfläche und 300 Lumen pro Quadratmeter über Küche oder Arbeitsplatz. Die Lumen-Angabe steht auf der Verpackung direkt unter der Watt-Zahl, oft kleiner gedruckt.
Falscher Spezialsockel bestellt
Sie brauchen eine neue Kühlschrank- oder Backofenlampe und bestellen nach Augenmaß, doch der Sockel passt nicht in die Gerätefassung, oder die Lampe ragt aus der Halterung.
Gerade bei Geräte- und Speziallampen entscheiden Millimeter. Eine S8,5-Soffitte, eine G23-Steckröhre und eine E14-Backofenlampe sehen für Laien ähnlich aus, passen aber nur in ihre jeweilige Fassung, und Backofenlampen müssen zusätzlich hitzefest sein.
Besser: Lesen Sie den Sockeltyp von der alten Lampe ab oder schlagen Sie ihn in der Bedienungsanleitung des Geräts nach. Bei Backofen- und Kühlschranklampen zusätzlich auf die zugelassene Temperatur und die Wattgrenze achten.
Falsche Farbtemperatur für den Raum
Sie kaufen 4000-Kelvin-Lampen fürs Schlafzimmer, weil sie heller wirken, und schlafen zwei Wochen später schlechter ein.
Kaltweißes Licht über 3500 Kelvin unterdrückt abends die Melatoninproduktion und verschiebt den Schlaf-Wach-Rhythmus. Im Arbeitsbereich gilt das Gegenteil, dort macht warmweißes Licht müde und senkt die Konzentration.
Besser: Wohn- und Schlafräume mit 2700 Kelvin, Küche und Bad mit 3000 bis 4000 Kelvin, Werkstatt und Arbeitsplatz mit 4000 Kelvin. Am Kosmetikspiegel ergeben rund 4000 Kelvin laut Stiftung Warentest die natürlichste Hautfarbwiedergabe.
LED-Röhre ohne Blick auf das Vorschaltgerät gekauft
Sie ersetzen eine defekte T8-Leuchtstoffröhre durch eine LED-Röhre, schrauben sie ein, und es bleibt dunkel oder die Röhre flackert.
Viele LED-Röhren arbeiten nur an einem bestimmten Vorschaltgerät weiter. Eine Retrofit-Röhre für konventionelle Vorschaltgeräte funktioniert nicht an einem elektronischen, und umgekehrt. Bei defektem Vorschaltgerät muss dieses zuerst getauscht oder die Leuchte auf Direktanschluss umgebaut werden.
Besser: Prüfen Sie vor dem Kauf, welches Vorschaltgerät verbaut ist, oder wählen Sie eine Röhre, die für Ihren Leuchtentyp ausdrücklich freigegeben ist. Im Zweifel hilft ein Elektriker beim Umbau auf Direktanschluss.