Sechs Fehler, die Eltern beim Kauf machen
Der häufigste Fehler ist, einen einfachen Kunststoffstuhl als Essplatz am Familientisch zu nutzen. Ein Stuhl mit 27 Zentimetern Sitzhöhe ist viel zu niedrig für den Erwachsenentisch, das Kind isst dann auf Brusthöhe und sitzt unergonomisch. Für die Mahlzeit braucht es einen Hochstuhl mit passender Sitzhöhe.
Der zweite Fehler betrifft die Fußstütze. Viele Käufer achten auf Farbe und Polster, übersehen aber, dass eine fehlende oder unverstellbare Fußstütze die Haltung des Kindes verschlechtert. Die Stiftung Warentest wertete mehrere Modelle wegen genau dieser Schwäche ab.
Drittens wird bei Säuglingen oft am Gurt gespart. Ein bloßer Beckengurt reicht nicht, sobald das Kind sich aufrichtet oder zur Seite lehnt; ein 5-Punkt-Gurt ist für die ersten Lebensmonate Pflicht.
Viertens unterschätzen Eltern die Verstellspanne. Drei Zentimeter klingen nach Anpassung, reichen aber kaum für ein Jahr, da Kinder jährlich fünf bis sieben Zentimeter wachsen. Wer lange etwas vom Stuhl haben will, prüft die volle Verstellhöhe.
Fünftens werden Schadstoffe ignoriert. Gerade bei sehr günstigen Importen fehlt oft jeder Nachweis, dass Lack und Kunststoff frei von kritischen Substanzen sind. Ein Prüfsiegel schafft hier Sicherheit.
Sechstens stellen viele einen Drehstuhl mit Rollen ungeschützt auf Parkett. Ohne Schutzunterlage hinterlassen die Rollen Spuren, und der Stuhl rollt beim Aufstehen weg. Eine Unterlegmatte löst beide Probleme.