Den Teppich zu klein kaufen
Der mit Abstand häufigste Fehler. Ein Teppich, der unter dem Sofa endet oder unter dem Esstisch die Stühle nicht trägt, lässt den Raum unruhig wirken. Vor dem Kauf gehört die Stellfläche ausgemessen, inklusive des Überstands, den Möbel brauchen.
Faser und Nutzung nicht zusammendenken
Ein Baumwoll-Kelim im stark begangenen Flur fasert früh aus, ein dünner Wollkelim ohne Unterlage rutscht auf Fliesen. Wer die Faser nicht zur Belastung am Liegeort passt, kauft zweimal. Für hohen Verkehr eignet sich dichte Wolle, für den farbigen Akzent reicht Baumwolle.
Die Unterlage vergessen
Flache Kelims ohne rutschhemmende Beschichtung verrutschen auf Laminat und Parkett und werden zur Stolperfalle. Eine passende Antirutsch-Unterlage kostet wenig, verlängert die Lebensdauer und verbessert das Trittgefühl. Viele rechnen sie nicht ein und ärgern sich später.
Fransen falsch pflegen
Fransen werden nicht mitgesaugt und nicht mit der Bürste bearbeitet, sonst reißen sie aus. Wer sie ordnen will, nutzt einen Kamm. Bei Modellen mit offenen Fransen an stark begangenen Stellen ist Vorsicht geboten, dort nutzen sie sich schneller ab als genähte Kanten.
Höhe und Möbel nicht abgleichen
Ein 15 Millimeter hoher Kelim sieht stabil aus, passt aber unter Umständen nicht unter eine niedrige Tür oder einen tief stehenden Schrank. Umgekehrt bietet ein 5-Millimeter-Gewebe wenig Polsterung auf hartem Boden. Die Aufbauhöhe gehört vor dem Kauf zum Möbel und Bodenbelag ins Verhältnis gesetzt.
Auf Schmutzschutz aus Chemie setzen
Fleckgeschützte oder schmutzabweisend ausgerüstete Teppiche können Fluorchemikalien enthalten. Die Verbraucherzentrale rät bei textilen Bodenbelägen besonders in Haushalten mit Kindern davon ab. Naturfasern mit Wollfett bringen einen gewissen Schmutzschutz von Natur aus mit, ganz ohne Ausrüstung.