Detailanalyse
Kurzurteil, Score und Preis für jedes der 20 näher analysierten Modelle, nach Preissegmenten gegliedert.
Preisklasse 1 von 5
Das VASAGLE besteht aus drei losen Modulen mit einer 242 cm breiten Chaiselongue, die sich links oder rechts stellen lässt. Mit 49,6 kg und Metallgestell bleibt es beim Hinsetzen an Ort und Stelle, der weiche Cord lädt zum Liegen ein. Nach der Lieferung braucht das vakuumverpackte Sofa rund 72 Stunden zum Entquellen. Geeignet für Paare, die Fläche zum Faulenzen suchen, weniger für aufrechtes Sitzen.
GLP
Das GLP setzt auf Taschenfederkern statt reinem Schaum, was im Eckbereich besser stützt und länger in Form bleibt als die weichen Module der Konkurrenz. Der Cord-Bezug verträgt Abrieb, die Schlaffunktion macht es zum gelegentlichen Gästebett. Die Sitztiefe von 55 cm ist für Personen über 1,80 m allerdings knapp bemessen.
Das Merax bietet einen Chenille-Bezug und ein Massivholzgestell mit 500 kg Tragkraft für 310 Euro, Werte, die in dieser Preisklasse selten zusammenkommen. Die 140 cm tiefe L-Form ist eine echte Liegefläche, für Personen unter 160 cm aber zu tief zum aufrechten Sitzen. Modular ist es nicht, die Form steht fest.
Für 230 Euro liefert das HTI-Living Reva ein Massivholzgestell statt der sonst üblichen Spanplatte, dazu eine variabel stellbare Ottomane. Es ist sofort nutzbar, ohne Entquellzeit, und mit 45 cm Sitztiefe auf aufrechtes Sitzen ausgelegt. Wer eine tiefe Liegefläche oder einen edleren Bezug will, zahlt beim Testsieger 230 Euro mehr.
Preisklasse 2 von 5
Das MOEBLO Lisbon bietet eine 180 cm tiefe Eckzone, in der man sich vollständig ausstrecken kann, getragen von Massivholzrahmen und Wellenunterfederung. Die Ottomane ist links oder rechts montierbar. Mit 270 cm Länge braucht es ein Wohnzimmer ab etwa 3,5 m Breite, für kleine Räume und Personen unter 1,60 m fällt es zu groß aus.
Das 99rooms Massimo erreicht dieselbe Gesamtnote für 100 Euro weniger, setzt aber auf eine schlanke 58 cm Sitztiefe statt einer tiefen Liegeecke. Der strukturierte NEVE-Stoff kaschiert Flecken, die Metallfüße sind robust. Es passt in kleinere Räume als das Lisbon, bietet dafür keine durchgehende Liegefläche.
Kaiser Möbel
Das Kaiser Möbel Ivo L kombiniert Veloursbezug, HR-Schaum und Bettkasten für unter 900 Euro, dazu eine 142 cm tiefe Chaiselongue mit fast bettähnlichem Liegegefühl. Die Eckseite ist fest und lässt sich nicht wechseln, der helle Velours zieht Flecken sichtbar an.
Das Collection AB Josy kostet 655 Euro und liefert europäische Fertigung, FSC-Holz und einen Cord mit 35.000 Scheuertouren, der Kratzern und Abrieb standhält. Die beidseitig montierbare Ottomane passt sich dem Grundriss an. Der Federkern sitzt straffer als der HR-Schaum des Testsiegers, drei Packstücke bedeuten Selbstmontage.
Preisklasse 3 von 5
Das Home Affaire LILLIANA bietet eine 160 cm tiefe Recamiere, deutlich über dem Branchenschnitt, dazu Massivholzelemente und Wellenunterfederung für 1064 Euro. Der Polyester-Cord ist robust und pflegeleicht, kann an Südfenstern über Jahre aber ausbleichen. Niedrige Füße erschweren das Saugen, die feste L-Form den Umzug durch enge Treppenhäuser. Als höchstbewertetes und zugleich günstigstes Modell der Klasse ist es Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger in einem.
Das Skara setzt auf Samtvelours und Federkernpolsterung und kostet mit 1953 Euro fast 900 Euro mehr als das LILLIANA, bei 130 cm statt 160 cm Tiefe. Die Massivholzkonstruktion ist sehr stabil, der Samt braucht regelmäßiges Bürsten gegen Kehrstreifen. Den Aufpreis zahlt man für die Haptik, nicht für mehr Liegefläche.
Das DOMO Topper liegt preislich fast gleichauf mit dem Testsieger, erreicht aber sechs Punkte weniger. Die 40 cm Sitzhöhe erleichtert das Aufstehen, die 155 cm tiefe Ecke bietet viel Platz. Die linke Recamiere ist fest, das schwere Holzwerkstoff-Gestell wenig umzugsfreundlich.
DOMO collection
Das DOMO MORIC ist mit 300 cm Breite ein XXL-Sofa mit Bettfunktion und verstellbaren Armlehnen, das eine ganze Wand einnimmt. FSC-Unterbau und Chromfüße sprechen für Langlebigkeit. Der Polyätherschaum ist weniger formstabil als Kaltschaum, die 90-Grad-Ecke fest.
Preisklasse 4 von 5
Das W.SCHILLIG run lässt die Sitztiefe manuell verstellen und passt sich so an unterschiedliche Körpergrößen an, vom aufrechten Arbeiten bis zum tiefen Faulenzen. Federkernpolster und offener Eiche-Sockel sprechen für Langlebigkeit und leichte Bodenreinigung. Mit 299 cm Breite und einem markanten Look aus Gelb, Eiche und Silber braucht es viel Raum und eine abgestimmte Einrichtung.
Das SIT & MORE Cabrio bietet gleich drei manuelle Verstellungen für Sitz, Arm und Kopf, und das für 800 Euro weniger als der Testsieger. Massivholzgestell und DGM-Gütesiegel sprechen für Stabilität. Die 230 cm Tiefe ist enorm, und der Polyester-Bezug neigt eher zu Pilling als ein Mischgewebe.
Das Bendigo kombiniert Echtleder mit verstellbarer Sitztiefe und Massivholz-Untergestell für 2949 Euro. Federkern und Wellenunterfederung halten die Form über Jahre. Mit 84 cm Höhe fällt die Rückenlehne für Personen über 1,85 m etwas niedrig aus, die 226 cm Tiefe verlangt Platz.
Das Egoitaliano Shakira setzt auf Gurtunterfederung und acht Chromfüße für eine stabile, leicht zu reinigende Basis. Die linke Ottomane bietet viel Liegefläche. Das kräftige Fuchsia ist eine bewusste Farbentscheidung, die den Raum dominiert, die feste Form lässt sich nur durch Verschieben ändern.
Preisklasse 5 von 5
3C Candy
Das 3C Candy Greve bietet elektrische Sitztiefenverstellung und einen Echtleder-Bezug serienmäßig, getragen von einer 8-Füße-Konstruktion mit DGM-Gütesiegel, die das typische Durchhängen in der Mitte verhindert. Die Kopfstütze wird manuell umgelegt, das weiße Leder zeigt Kratzer und braucht in Haushalten mit Tieren Schutz. Als günstigstes Modell mit Spitzennote ist es Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger der Klasse.
Das W.SCHILLIG piedroo erreicht dieselbe Note, kostet aber 1466 Euro mehr und bietet dafür eine bis 1,1 mm dicke Lederhaut und eine massive Buche-Konstruktion. Die elektrische Sitztiefe ist hier Aufpreis statt Serie. Mit 343 cm Breite und 43 cm Sitzhöhe ist es ein tiefes Lounge-Möbel für große Räume, aus dem das Aufstehen schwerer fällt.
Das Home affaire Boston verteilt sein Gewicht auf zwölf Massivholz-Beine und bietet an jeder Sitzfläche eine elektrische Kopfteilverstellung. Die 106 cm tiefe Ottomane ersetzt fast einen Sessel. Die 45 cm Sitzhöhe liegt unter dem Standard, was Senioren das Aufstehen erschwert, und der weiße Naturleder-Bezug ist sehr pflegeintensiv.
Das Egoitaliano Malika setzt auf geschliffenes, pigmentiertes Rindsleder und eine Gurtunterfederung, die auch schwerere Personen mit 120 kg pro Platz trägt. Das schwarze Leder ist alltagstauglicher als helle Töne. Die 165 cm Tiefe verlangt Raum, und das zerlegt gelieferte Sofa erfordert Montage zu zweit.
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