Ein Bett besteht aus mehr als dem sichtbaren Rahmen. Über den Schlaf entscheidet das Zusammenspiel aus Unterfederung, Matratze und Gestell. Die folgenden Punkte trennen ein Bett, das nach zwei Jahren knarrt und durchhängt, von einem, das ein Jahrzehnt hält.
Liegefläche zuerst, Optik danach
Die Breite bestimmt den Komfort stärker als jedes Designdetail. 90 mal 200 Zentimeter reichen für eine schlafende Person, lassen aber kaum Bewegungsfreiheit. 140 mal 200 ist für zwei Personen die absolute Untergrenze und eher ein Kompromiss für gelegentliches Schlafen zu zweit. Wer dauerhaft zu zweit schläft, sollte 180 mal 200 Zentimeter einplanen, denn erst hier hat jeder Partner die Breite eines Einzelbetts. Die Länge von 200 Zentimetern ist der deutsche Standard und passt bis etwa 1,90 Meter Körpergröße; darüber lohnt ein Überlängenmodell mit 220 Zentimetern.
Die Unterfederung trägt den Schlaf
Ein starrer, engmaschiger Lattenrost stützt die Matratze gleichmäßiger als eine billige Rollrost-Lösung mit großem Lattenabstand. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass federnde Unterbauten die Abstützung oft sogar verschlechtern und ein fester Lattenrost in vielen Fällen die bessere Wahl ist. Achten Sie auf engen Lattenabstand und eine ausreichende Zahl an Leisten. Welcher Rost zu welcher Matratze passt, vertiefen wir im Lattenroste Kaufberater.
Matratze und Härtegrad
Das schönste Bett nützt wenig ohne passende Matratze. Der Härtegrad richtet sich grob nach dem Körpergewicht: H2 bis etwa 80 Kilogramm, H3 zwischen 80 und 100 Kilogramm, H4 darüber. Eine verbindliche Norm dafür gibt es nicht, die Angaben sind nur Orientierung. Bei Komplettbetten mit zwei getrennten Matratzen können Paare mit unterschiedlichem Gewicht jede Seite einzeln wählen. Mehr dazu im Matratzen Kaufberater.
Stabilität und Belastbarkeit
Verschraubte Eckverbindungen und ein Mittelsteg ab 140 Zentimetern Breite verhindern das Durchhängen und das nächtliche Knarren. Die angegebene Belastbarkeit sollte das Gewicht beider Schläfer mit Reserve abdecken. Werte um 200 Kilogramm pro Liegeseite stehen für ein langlebiges Gestell, Werte unter 120 Kilogramm sind für Paarnutzung knapp bemessen.
Stauraum und Einstiegshöhe
Ein Bettkasten ersetzt in kleinen Schlafzimmern eine ganze Kommode. Wer sich morgens schwer aus dem Bett tut, profitiert von einer Einstiegshöhe um 50 Zentimeter, wie sie Boxspringbetten bieten. Niedrige Polsterbetten mit 26 Zentimetern sehen modern aus, erschweren das Aufstehen aber spürbar.