Das Bein ist der schnellste Test. Ein Mid-Century-Sessel steht auf vier schmalen, leicht nach außen gestellten Holzbeinen, die nach unten dünner werden. Im aktuellen Sortiment ist der häufigste erfasste Fußtyp dagegen der Tellerfuß mit 590 Modellen, also genau die Gegenform, eine runde Platte, die den Sessel wieder auf den Boden drückt. 504 Sessel führen ein Massivholzgestell, 352 ein Metallgestell.
Beim Holz wird es dünn. Nussbaum ist das Leitholz des Stils, im Sortiment tragen es 16 von 4.208 lieferbaren Sesseln. Buche kommt auf 306 Modelle, Eiche auf 211, Wenge auf 105. Wer den warmen dunklen Ton sucht, muss ihn gezielt suchen, und er sollte dabei zwei Dinge auseinanderhalten. Der warme, offenporige Nussbaum ist die Richtung, die 2026 gefragt ist. Das kalt gebeizte Espresso-Finish, das in den 2010er-Jahren jede Wohnwand trug, ist es nicht.
Der WOOOD Rodeo Classic in Cognac für 737,10 € statt 819,00 € zeigt die Kombination am deutlichsten, mit Schichtholz-Schale, recyceltem Leder und niedriger Sitzhöhe. Er stammt von Woood. Wer das Holz sichtbar am Fuß haben will, findet es beim Trendmanufaktur Cecilia mit Buchen-Holzfuß für 749,99 € statt 999,00 € von Trendmanufaktur. Bei der Grundform sieht es ähnlich aus. 149 Sessel im Sortiment sind organisch geformt, 1.434 rechteckig. Auch das bleibt eine gezielte Suche. Zum Vergleich lohnt der Blick auf Sessel im Retro-Stil und Sessel im Vintage-Stil, die formal oft näher am Original liegen, als das Stil-Tag vermuten lässt.