Detailanalyse
Kurzurteil, Score und Preis für jedes der 24 näher analysierten Modelle, nach Preissegmenten gegliedert.
Preisklasse 1 von 6
Die Miraval bündelt DCF77-Funk, ein lautloses Sweep-Werk und eine Anzeige für Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf 25 Zentimetern. Das Mineralglas bleibt beim Abwischen kratzfrei. Die kleinen Klimaskalen liest man aus der Nähe ab, dafür ersetzt die Uhr ein separates Thermo-Hygrometer.
Die Bresser zeigt die Sekunden digital per LED und schaltet die Anzeige über einen Bewegungssensor erst ein, wenn jemand den Raum betritt. Das spart Strom, kostet aber fünf AA-Batterien statt einer und passt eher ins Büro als ans Bett.
Die günstigere Miraval ohne Klimasensoren teilt sich Gehäuse, Mineralglas und Funkwerk mit der Testsiegerin. Wer Temperatur und Feuchte nicht braucht, spart hier rund drei Euro und bekommt dieselbe Technik.
Die Luckice ist mit knapp 10 Euro die günstigste Funkuhr im Test und läuft ebenso lautlos. Sie hängt allerdings nur in einem Steckschlitz am Nagel, was sie für ruhige Räume taugt, für Flure mit Kindern weniger.
Preisklasse 2 von 6
Die ARTLAND besteht aus 3 Millimeter Alu-Dibond, das sich nicht verzieht und dessen UV-Druck über Jahre nicht verblasst. Mit nur 0,3 Zentimetern Tiefe trägt sie kaum auf. Das Schiefermotiv ist ein Druck, kein echtes Relief, und das Funkwerk gibt es gegen Aufpreis.
Die TFA Dostmann setzt auf echte Holzzeiger und ein leises Sweep-Werk, das laut Hersteller rund drei Jahre mit einer Batterie läuft. Das MDF-Zifferblatt mag keine Feuchtigkeit, weshalb Bad und Küche ausscheiden. Für trockene Wohnräume ist sie die günstigste Holzoption.
Diese kleinere ARTLAND teilt Material und Drucktechnik mit der Schiefermauer, zeigt aber eine helle Marmoroptik. Mit 30 Zentimetern bleibt sie kompakt und passt über schmale Sideboards oder in den Flur.
Die Kienzle ist als Funkuhr fürs Freie ausgelegt, mit Thermometer und wettergeschütztem Gehäuse. Auf Terrasse oder im Wintergarten spielt sie ihre Stärke aus, drinnen wirkt das robuste Design etwas technisch.
Preisklasse 3 von 6
Die ARTLAND Weiß-Marmor sitzt auf 3 Millimeter Alu-Dibond, läuft wahlweise mit Funk oder Quarz und bleibt lautlos. Der UV-Druck verblasst nicht. Mit 30 mal 30 Zentimetern fällt sie über breiten Sofas eher klein aus, dafür ist sie die langlebigste Uhr ihres Preises.
Die Nordseestrand zeigt ein Fotomotiv auf Echtglas und wirkt dadurch tiefer und brillanter als ein Aludruck. Glas ist allerdings schwerer und empfindlicher beim Aufhängen, weshalb hier ordentliche Dübel Pflicht sind.
Die runde Alpen-Variante bricht die übliche Quadratform und passt in Räume, in denen eine eckige Uhr zu streng wirkt. Das Echtglas mit Bergmotiv setzt einen ruhigen Farbakzent, bleibt aber wie alle Glasuhren stoßempfindlich.
Bruno Banani
Die Bruno Banani druckt eine Betonoptik auf Glas und trifft damit den Industrie-Look, ohne das Gewicht einer echten Betonplatte. Das Werk läuft lautlos, das Design bleibt bewusst reduziert und grau.
Preisklasse 4 von 6
Die AMS W9669 läuft mit einem leisen Quarzwerk und sitzt hinter facettiertem Mineralglas, das Kratzer abhält. Die deutsche Fertigung zeigt sich in den sauberen Kanten der Holzfaserplatte. Die Zeit stellt man zweimal im Jahr von Hand, dafür hält eine Batterie lange.
Die AMS Gold ist die günstigste Funkuhr der Marke im Test und stellt sich über DCF77 selbst. Das goldene Aluzifferblatt hinter Mineralglas wirkt zurückhaltend. Der Funkempfänger zieht etwas mehr Strom, weshalb die Batterie jährlich dran ist.
Die F5519 verbindet Funk mit einem grauen, modernen Zifferblatt und größerem Durchmesser. Sie passt in nüchterne Wohn- und Arbeitsräume und nimmt einem das Nachstellen ab, kostet aber etwas mehr als die Gold-Variante.
Die W9668 kombiniert Holz und Glas in Silber und setzt einen wärmeren Akzent als die rein metallischen Modelle. Sie läuft mit Quarz, bleibt also auf manuelles Nachstellen angewiesen, wirkt dafür wohnlicher.
Preisklasse 5 von 6
build-yours.de
Die Wortuhr Jupiter zeigt die Zeit als beleuchtete Wörter, synchronisiert sich per WLAN atomgenau und lässt sich über eine App in 16 Millionen Farben und mit verschiedenen Fronten anpassen. Sie hängt am Strom und braucht ein Netzwerk, bei Stromausfall bleibt die Wand dunkel.
Die F5264 stellt sich per Funk selbst und kommt ohne Strom aus. Das Pendel schwingt dekorativ mit, das Mineralglas hält Kratzer ab. Mit 70 Zentimetern Höhe braucht sie eine entsprechend hohe Wand, dann wirkt sie als ruhiges Standmöbel an der Wand.
Die goldene Funk-Pendelvariante setzt einen wärmeren, klassischeren Akzent als die graue F5264 und stellt sich ebenfalls selbst. Wer die Pendeloptik mit etwas mehr Glanz möchte, zahlt hier einen kleinen Aufpreis.
Die W7477 setzt auf ein echtes Holzgehäuse und ein Quarzwerk, verzichtet also auf Funk. Sie bringt klassische Esszimmer-Optik, verlangt aber das manuelle Nachstellen zweimal im Jahr.
Preisklasse 6 von 6
Die Regulateur verbindet ein Gehäuse aus Nussbaumholz mit DCF77-Funk und einem mechanischen Schlagwerk, das sich zwischen Westminster und Bim-Bam umstellen lässt. Eine Nachtabschaltung hält das Schlagen nachts zurück. Wer absolute Stille will, ist hier falsch, denn das Schlagwerk gehört zum Konzept.
Die W7013/1 bietet dieselbe warme Nussbaumoptik aus deutscher Fertigung, läuft aber mit einem lautlosen Quarzwerk und einem rein dekorativen Pendel. Sie ist die leise Alternative für alle, die das Holzdesign mögen, aber kein Schlagwerk im Raum wollen.
Die silberne Aluminium-Variante stellt sich per Funk selbst und wirkt moderner als die Holzmodelle. Mit 449 Euro ist sie die teuerste Uhr im Test, bietet dafür ein großes, kühles Pendelformat für nüchterne Räume.
Die F5014/9 ist die schlichteste Funk-Pendeluhr der Auswahl und konzentriert sich auf die reine Pendeloptik ohne Schlagwerk. Sie ist die zurückhaltende Lösung, wenn das Pendel allein als ruhiges Element dienen soll.
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