Drainage entscheidet vor allem anderen
Der häufigste Grund für eine eingegangene Zimmerpflanze ist nicht zu wenig, sondern zu viel Wasser, das nicht abfließen kann. Steht der Pflanztopf dauerhaft im Restwasser, fehlt den Wurzeln Sauerstoff und es bilden sich Fäulnispilze. Ein klassischer Übertopf hat bewusst keine Löcher, weil er das durchgelaufene Wasser auffangen soll. Dann gilt: nach dem Gießen das Restwasser ausschütten. Soll der Übertopf draußen stehen und der Regen mit hinein, braucht er eigene Abflusslöcher oder einen erhöhten Einsatz, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Die Verbraucherzentrale und Pflegeratgeber wie Compo empfehlen zusätzlich eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies von drei bis fünf Zentimetern im Gefäßboden.
Die Größe richtet sich nach dem Pflanztopf, nicht nach dem Raum
Ein Übertopf sollte im Durchmesser etwa zwei bis drei Zentimeter größer sein als der Pflanztopf, der hineinkommt. Dieser Spalt lässt Luft zirkulieren und Feuchtigkeit über die Topfwand verdunsten. Zu groß ist kontraproduktiv, weil viel ungenutzte Erde lange feucht bleibt und damit erneut Staunässe begünstigt. Beim Umtopfen selbst wächst die Pflanze in einen Topf, der nur zwei bis drei Zentimeter mehr Durchmesser hat als der alte, bei älteren Exemplaren fünf bis sechs. Wer den Wurzelballen kennt, findet so in unserem Sortiment der Übertöpfe schnell die passende Größe.
Material zum Standort wählen
Drinnen zählt vor allem die Optik und ein dichter Boden, draußen kommt es auf Frost, UV-Strahlung und Wind an. Glasierte Keramik und Steingut wirken wertig und stehen schwer, sind aber bruchempfindlich und nicht jede Sorte hält Frost aus. Kunststoff ist leicht, oft frost- und UV-fest und damit für Balkon und Terrasse praktisch, sieht aus der Nähe aber günstiger aus. Aluminium und Fiberglas tragen große Pflanzen bei geringem Eigengewicht, brauchen wegen der Windanfälligkeit aber Ballast im Boden. Welches Material wofür taugt, vertieft der nächste Abschnitt.
Gewicht und Standfestigkeit nicht unterschätzen
Ein leichter Topf lässt sich gut umstellen, kippt bepflanzt mit einer hohen Pflanze aber leicht um, sobald Wind dazukommt oder jemand daran stößt. Schwere Keramik steht von selbst, ist beim Tragen über mehrere Etagen aber unhandlich. Für hohe Pflanzen auf dem Balkon ist ein breiter, nach unten schwerer Stand wichtiger als jedes Designdetail.