Das Material entscheidet über Wärmeverhalten, Pflege und Lebensdauer. Vier Werkstoffe dominieren den Markt.
Edelstahl
Rostfreier Edelstahl, meist als 18/10 ausgewiesen, ist robust, säurebeständig und spülmaschinenfest. Ohne Beschichtung gibt es keine Schicht, die abnutzt, dafür haftet Bratgut leichter an und verlangt etwas mehr Fett. Edelstahl nimmt Wärme langsam auf, hält sie aber lange, weshalb fast alle guten Modelle einen Kapselboden mit Aluminiumkern tragen.
Aluguss
Aluguss heizt schnell und gleichmäßig auf und bleibt auch voll beladen formstabil. Meist trägt er eine Antihaftbeschichtung, die kein Metallbesteck verträgt. Holz- oder Kunststoffwender verlängern die Lebensdauer der Schicht deutlich. Aluguss gibt Wärme schnell wieder ab, daher können Sie die Herdstufe früh zurückdrehen.
Gusseisen und Emaille
Emailliertes Gusseisen speichert Wärme über lange Schmorzeiten und gibt sie gleichmäßig ab, ideal für Eintöpfe und Braten. Der Nachteil ist das Gewicht von oft mehreren Kilogramm. Reine Stahl-Emaille reagiert sehr gut auf Induktion und erhitzt schnell, ist aber stoßempfindlich: Fällt der Topf oder schlägt die Kante hart auf, kann die Emaille absplittern.
Funktionskeramik
Silargan und ähnliche Keramiken sitzen als geschlossene, nickelfreie Schicht auf einem Stahlkern. Sie eignen sich für Allergiker und für säurehaltige Speisen wie Tomatensauce, die Edelstahl angreifen können. Die Oberfläche ist schnittfest, verträgt aber keine harten Stöße an der Topfkante.
Pflege
Edelstahltöpfe vertragen die Spülmaschine bei normalen Rückständen. Bläuliche oder bräunliche Anlauffarben sind unbedenklich und lassen sich mit verdünntem Essig oder Zitronensäure entfernen. Stahlwolle und chlorhaltige Reiniger greifen die Oberfläche an und gehören nicht an den Topf.