Die sechs Kriterien dieses Tests sind nach ihrem Einfluss auf den Alltag gewichtet. Die Oberfläche zählt am schwersten, weil sie sich später nicht mehr ändern lässt, und die Magnetkraft folgt direkt danach, weil ihr Fehlen die halbe Nutzung ausschließt.
Oberfläche: entscheidet über die Lebensdauer (25 Prozent)
Beschreibbare Flächen unterscheiden sich stärker, als es der Blick auf ein weißes Board vermuten lässt. Melaminharz auf Holzwerkstoff ist die günstigste Variante und nimmt Markerpigmente in die Poren auf, wodurch nach einigen Monaten blasse Restschatten zurückbleiben. Dieses Ghosting entsteht vor allem auf porösen Beschichtungen, während emaillierter Stahl und Glas nach Angaben von Fachhändlern auf Lebensdauern von 10 bis über 25 Jahren kommen. Für den Käufer heißt das: Eine Glasfläche kostet in der Einstiegsklasse rund zwei Euro mehr als eine Kunststoff-Folie und bleibt dafür über Jahre restlos abwischbar. Kork und Filz sind keine schlechteren Oberflächen, sondern eine andere Kategorie. Sie nehmen Nadeln auf und lassen sich nicht beschreiben, was in unserem Test bei mehreren Modellen zu einer Null bei der Magnetkraft und trotzdem zu guten Gesamtwerten führt.
Magnetkraft: was 45 Gramm Haltekraft praktisch bedeuten (20 Prozent)
Magnete wirken durch die Glasdicke hindurch auf ein rückseitiges Stahlblech, und jeder Millimeter Glas schwächt die Kraft. Bei den 4-Millimeter-Boards dieses Tests halten die mitgelieferten Magnete Notizzettel und dünne Fotos, aber keinen Wandkalender aus Karton. Das Zeller Present Memoboard Glas Weiß Beschreibbar Magnetisch nennt rund 45 Gramm pro Magnet, was etwa acht Blättern Papier entspricht. Nur die Tulup Magnettafel Glas Notiztafel mit 5 Magneten liegt mit beigelegten Neodym-Magneten deutlich darüber und erreicht 9 von 10 Punkten. Wer Postkarten, Fotoabzüge oder mehrlagige Zettelstapel halten will, sollte entweder Neodym-Magnete nachkaufen oder gleich zu einer Pinnfläche greifen.
Montage: der Wandtyp entscheidet, nicht das Board (15 Prozent)
Die Traglast kommt aus der Wand, nicht aus dem Produkt. In Gipskarton halten einfache Nylondübel bei 12,5 Millimeter Plattenstärke rund 8 Kilogramm, Metall-Hohlraumdübel schaffen ein Vielfaches davon. Dazu kommt die Hebelwirkung: Ein Schaukasten mit 7 Zentimeter Bautiefe zieht deutlich stärker an der Befestigung als eine flache Platte mit gleichem Gewicht. Selbstklebende Modelle umgehen das Problem, verlangen aber eine glatte, fettfreie Wand. Auf Rauputz oder Raufasertapete mit Struktur lösen sich die Klebeflächen wieder, und dann hilft nur noch Bohren. In unserem Feld reicht die Montagewertung von 4 bis 9 Punkten, und dieser Abstand ist der größte im gesamten Test.
Format und Ausrichtung: Fläche ist nicht alles (10 Prozent)
Ein 90 mal 60 Zentimeter großes Board im A1-Format nimmt Poster, Wochenpläne und Notizen gleichzeitig auf. Extreme Hochformate im Verhältnis 1:3 sehen an schmalen Wandstreifen gut aus, taugen aber nicht für Mindmaps oder Projektübersichten. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Board in beiden Ausrichtungen montierbar ist, denn nur ein Teil der Modelle bringt Halterungen für Hoch- und Querformat mit.
Verarbeitung und Preis-Leistung (je 15 Prozent)
Bei Rahmen zahlt sich Aluminium gegenüber Polystyrol aus, weil es sich bei Temperaturwechseln nicht verzieht und an den Ecken nicht splittert. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis liegen in diesem Feld fast alle Modelle zwischen 8 und 9 Punkten, weil die Kategorie insgesamt günstig ist. Der Unterschied zwischen 12 und 92 Euro entscheidet deshalb weniger über die Qualität der Fläche als über Größe, Schloss und Zubehör. Passendes Umfeld für die Wand über dem Schreibtisch finden Sie unter Tafeln und Boards sowie im Schreibtischzubehör.