Lichtleistung in Lumen pro Meter (25 Prozent)
Die Lumen-pro-Meter-Angabe ist die wichtigste Kennzahl beim LED-Strip-Kauf. Für Akzentbeleuchtung an Möbeln genügen 200 bis 500 Lumen pro Meter. Wer einen Raum als Hauptlicht ausleuchten will, braucht mindestens 1.000 Lumen pro Meter, empfiehlt indirekte-beleuchtung.com. Im Test reichen die Werte von 240 Lumen pro Meter bei den Einsteiger-Strips bis 1.450 Lumen pro Meter beim Paulmann MaxLED 1000. Achten Sie auch auf die Effizienz: Hochwertige SMD-Strips liefern bis zu 160 Lumen pro Watt, COB-Strips meist 110 bis 120. Wer reine Hauptbeleuchtung sucht, wählt SMD wegen der höheren Effizienz, wer einen homogenen Lichtbalken ohne sichtbare Punkte will, greift zur COB-Variante.
Lichtleistung allein reicht nicht, die Bauweise entscheidet über das Erscheinungsbild im Raum.
COB oder SMD: LED-Bauweise (20 Prozent)
SMD-LEDs sind einzeln gefertigte Dioden, die in regelmäßigen Abständen auf dem Strip sitzen. Der typische Abstand liegt bei 60 bis 120 LEDs pro Meter, der Lichtkegel jeder einzelnen LED ist sichtbar, wenn der Strip ohne Diffusor oder Profil montiert wird. COB-Strips (Chip-on-Board) versammeln viele Dioden auf einer durchgehenden Leiterplatte, was einen homogenen Lichtbalken ohne sichtbare Punkte ergibt. LED-Streifen-Berater zeigt den optischen Unterschied an Beispielen. Für Möbelbeleuchtung ohne Diffusor ist COB die bessere Wahl, weil die LED-Punkte sonst über das Möbelstück projiziert werden. Für Aluminiumprofile mit Streuscheibe genügt SMD, weil die Streuscheibe das Licht ohnehin glättet.
Die Bauweise bestimmt auch, wie der Strip in feuchten Umgebungen einsetzbar ist.
IP-Schutzklasse (15 Prozent)
Für trockene Innenräume genügt IP20, was auf den meisten Standard-Strips angegeben ist. Im Bad oder in der Dusche fordert die DIN VDE 0100 mindestens IP65, weil Spritzwasser regelmäßig auftritt. Im Außenbereich ist IP65 oder IP67 Pflicht, IP68 erlaubt sogar das dauerhafte Untertauchen. Achten Sie bei wasserfesten Strips auf die Verkapselung: Silikon hält länger als Epoxidharz, weil Silikon flexibler bleibt und bei Temperaturschwankungen nicht spröde wird. Verbindungsstellen sind meist die Schwachstelle, wasserdichte Steckverbinder oder Schrumpfschläuche mit Silikon-Dichtung verlängern die Lebensdauer im Außeneinsatz deutlich.
Wer den passenden IP-Schutz gewählt hat, sollte sich der Smart-Home-Frage zuwenden.
Steuerung und Smart-Home (15 Prozent)
Drei Kontroll-Welten dominieren das Feld. Klassische Strips mit Kabelfernbedienung kommen ohne App aus und arbeiten zuverlässig, sind aber auf wenige Lichtmodi beschränkt. WLAN-gestützte Smart-Strips wie der Clanmacy für 22 Euro nutzen eine Hersteller-App, die nach drei Jahren oft nicht mehr aktualisiert wird. Die zukunftssichere Wahl ist ZigBee 3.0 oder Matter, die in Hue, Alexa und Home Assistant ohne separate Bridge integrieren. RGBIC-Strips erlauben das individuelle Ansteuern einzelner Segmente, was Verlauf-Effekte und Musik-Synchronisation ermöglicht. Wer nur eine reine Akzentbeleuchtung mit einer Farbe braucht, spart sich die Smart-Funktionen ohne Verlust an Helligkeit.
Steuerung und Helligkeit kommen erst zur Geltung, wenn das Netzteil mitspielt.
Netzteil und Wärmemanagement (15 Prozent)
Das Netzteil sollte 20 Prozent über dem maximalen Stromverbrauch des Strips liegen, um die Lebensdauer zu verlängern. Die Berechnungsformel lautet: Länge in Metern mal Watt pro Meter mal 1,2 ergibt die Mindestleistung des Netzteils. Bei 5 Metern Strip mit 14 Watt pro Meter sind das 84 Watt Mindestleistung, ein 100-Watt-Netzteil ist die richtige Wahl. LED-Gigant erklärt die Dimensionierung im Detail. Aluminiumprofile mit Wärmeableitung verlängern die Lebensdauer der LEDs deutlich, weil die Diodentemperatur unter 70 Grad bleibt. Ohne Profil können die LEDs auf bis zu 90 Grad steigen, was die Lichtausbeute pro Jahr um zehn Prozent reduzieren kann.
Wärme und Stromversorgung gehören zur Basis. Daneben entscheidet die Lichtfarbe über die Wirkung im Raum.
Lichtfarbe und Farbwiedergabe (10 Prozent)
Warmweiß bei 2.700 bis 3.000 Kelvin passt zum Wohnzimmer und Schlafzimmer. Neutralweiß bei 4.000 Kelvin eignet sich für die Küche und das Bad, Tageslichtweiß ab 5.000 Kelvin für den Schreibtisch oder die Werkstatt. CCT-Strips wechseln zwischen zwei oder drei Lichtfarben und kosten meist 30 bis 50 Prozent Aufpreis. Der Farbwiedergabe-Index (CRI) gibt an, wie naturgetreu Farben dargestellt werden. Werte unter 80 lassen Rot- und Hauttöne matt wirken. Für Wohnräume sollten Sie mindestens CRI 85, im Hobby- oder Werkbereich CRI 90 oder höher wählen. Premium-Strips wie der Paulmann MaxLED 1000 erreichen CRI 90, Einsteiger-Strips liegen oft bei CRI 80.
Mit der passenden Farbtemperatur lässt sich die Wirkung im Raum gezielt steuern.