Lumen statt Watt: wie viel Licht die Fläche braucht
Bei LED sagt die Wattzahl nichts mehr über die Helligkeit aus. Die Spanne im Testfeld macht das deutlich: Die EGLO PORTICO-Z zieht 3,7 Watt und gibt 2200 Lumen ab, die Globo MUCKY braucht für 1920 Lumen ganze 30 Watt. Das ist ein Faktor von rund acht bei ähnlicher Lichtmenge.
Der Bedarf hängt daran, ob die Leuchte Hauptlicht oder Akzent sein soll. Unter 500 Lumen bleibt eine Hängeleuchte ein Stimmungslicht, das über einem einzelnen Sitzplatz funktioniert und sonst nirgends. Die EGLO Caminia mit rund 350 bis 400 Lumen und die EGLO BARBOTTO mit 300 bis 400 Lumen gehören in diese Gruppe. Ab etwa 2000 Lumen trägt eine einzelne Leuchte einen Essbereich, ab 3500 Lumen auch einen großen offenen Wohnraum. Die GLOBO BRIGGS liegt mit 4800 Lumen am oberen Ende und wird in einem kleinen Raum ohne Dimmung zum Problem, nicht zur Lösung.
Abhängung: das Maß, das am häufigsten übersehen wird
Über einem Esstisch liegt die übliche Unterkante bei 60 bis 80 Zentimetern über der Tischplatte. Bei einer Standardhöhe von 2,50 Metern bleiben damit rund 90 bis 110 Zentimeter für die Leuchte samt Abhängung. Genau in diesem Bereich liegen viele Modelle mit fester Länge, etwa die EGLO CODRIALES mit 110 Zentimetern oder die EGLO Marghera-Z mit ebenfalls 110 Zentimetern.
Problematisch wird es in beide Richtungen. Die GLOBO LIGHTING ETHAN und die GALWAY lassen sich in der Höhe verstellen und passen sich damit an Altbaudecken an. Die Näve Tony geht mit fünf Metern Drahtlänge noch weiter. Fest abgehängte Modelle wie die EGLO Caminia mit 110 Zentimetern oder die IT'S ABOUT ROMI Tivoli mit 276 Zentimetern sind dagegen für eine bestimmte Raumhöhe gebaut. Messen Sie vor dem Kauf die Deckenhöhe und ziehen Sie die geplante Unterkante ab. Was übrig bleibt, ist die maximal zulässige Gesamthöhe der Leuchte.
Dimmen: am Schalter, per Fernbedienung oder gar nicht
Drei Wege führen zur Dimmung, und sie unterscheiden sich im Aufwand erheblich. Die JUST LIGHT Elio nutzt Switchmo, also eine dreistufige Schaltung über den vorhandenen Lichtschalter. Kein zusätzliches Bauteil, keine Fernbedienung, die verloren gehen kann. Die GLOBO OLIVUS setzt auf einen Touchdimmer direkt am Leuchtkörper mit Memoryfunktion, was bei hoher Abhängung allerdings bedeutet, dass man aufstehen muss. Fernbedienungen, wie bei der Globo MUCKY oder der GLOBO BLONDIE, sind der bequemste Weg und der einzige, der Batterien braucht.
Die vierte Variante ist der externe Wanddimmer. Die IT'S ABOUT ROMI Sapporo ist dimmbar, verlangt dafür aber einen kompatiblen Dimmer in der Wand. Das ist bei einer Mietwohnung ein Elektriker-Termin, kein Feierabendprojekt.
Farbtemperatur: fest oder verstellbar
Ein fester Wert von 2700 bis 3000 Kelvin erzeugt warmes Licht und passt zu Wohn- und Essbereichen. Die NOWA mit 2700 Kelvin und die EGLO ERVIDEL mit 3000 Kelvin gehören dazu. Mit 4000 Kelvin wird es funktional und für ein Abendessen zu kühl, was der EGLO VARRAZO bei 442,51 Euro als klare Schwäche anzurechnen ist.
Verstellbare Modelle decken den Bereich von 2700 bis 6000 oder 6500 Kelvin ab und lösen den Zielkonflikt zwischen Abendlicht und Arbeitslicht. Die GLOBO ETHAN, die EGLO Marghera-Z und die goldfarbene Globo-Leuchte mit 3500 Lumen bieten das. Wer in derselben Küche kocht und isst, spart sich damit die zweite Lichtquelle.
Energieeffizienz und das, was auf dem Label steht
Seit dem 1. September 2021 gilt für Lichtquellen wieder die Skala A bis G, die Plusklassen A+ und A++ sind entfallen. Das Umweltbundesamt hält dazu fest, dass Leuchten, deren Lichtquelle sich nicht zerstörungsfrei entnehmen lässt, von der Verordnung wie Lampen behandelt werden und ebenfalls ein Energielabel tragen müssen. Genau das trifft auf die meisten Modelle mit fest verbauter LED zu.
In der Praxis heißt das: Klasse F oder G ist bei einer LED-Hängeleuchte kein Ausschlusskriterium, aber ein Hinweis. Die Näve Tony in der 100-Euro-Klasse trägt Klasse G, die GALWAY Klasse F. Bei einer Leuchte, die abends drei Stunden brennt, sind das wenige Euro im Jahr. Bei einer Küchenleuchte mit acht Stunden Betrieb summiert es sich.
Wenn Sie das Leuchtmittel selbst wählen, etwa bei GU10- oder E27-Fassungen, entscheidet die Lampe über die Effizienz, nicht die Leuchte. Welche Werte dort realistisch sind, steht im Vergleich der LED Lampen.
Wechselbare Fassung oder fest verbaute LED
Eine fest verbaute LED spart den Lampenkauf und hält meist 20.000 bis 25.000 Stunden. Fällt sie aus, ist die Leuchte Elektroschrott. Bei der EGLO HORTUNAS für 439 Euro ist das ein echtes Risiko, bei einer 40-Euro-Leuchte kaum eines.
Eine Fassung wie GU10, E14 oder E27 dreht das um. Die COFI 1453 mit drei E27-Fassungen und die IT'S ABOUT ROMI Tivoli mit GU10 lassen die Wahl von Helligkeit und Lichtfarbe offen und erlauben den Tausch nach Jahren. Der Preis dafür sind 3 bis 15 Euro pro Lampe, die im Kaufpreis nicht enthalten sind.
Smart Home nur, wenn die Basis steht
ZigBee 3.0 bei der EGLO Marghera-Z oder Matter bei anderen Modellen der Z-Reihe binden die Leuchte ohne zusätzliche Bridge in ein bestehendes System ein. Ohne vorhandene Zentrale bleibt davon eine App-Steuerung übrig, die im Alltag oft umständlicher ist als ein Schalter. Wer diesen Weg gehen will, findet die Systemfrage im Vergleich der Smart Home Beleuchtung ausführlicher behandelt.