IP20-Einbaustrahler im Bad einbauen
Sie kaufen ein günstiges 6er-Set mit Standard-IP20-Schutz für 35 Euro und montieren es im Badezimmer über Waschtisch und Dusche. Nach drei Monaten beginnen einzelne Spots zu flackern, einer fällt komplett aus.
Spritzwasser dringt durch die nicht-versiegelten Übergänge zwischen Reflektor und Gehäuse ein und beschädigt die LED-Elektronik. Die Garantie verfällt durch die unsachgemäße Anwendung. Im schlimmsten Fall entsteht ein Kurzschluss, der den Sicherungsautomaten auslöst.
Besser: Im Bad und in Feuchträumen mindestens IP44-Spots verwenden, in der direkten Duschzone IP65. Das kostet rund 30 bis 50 Prozent Aufpreis, verhindert aber Folgekosten durch Wassereintritt und Defekte.
Die Einbautiefe der Decke nicht prüfen
Sie messen die Deckenstärke nicht und bestellen Standard-Spots mit 60 Millimeter Einbautiefe. Beim Einbau in einer Trockenbau-Decke mit nur 50 Millimetern Hohlraum hinter der Gipsplatte stößt der Spot oben an die Geschossdecke und kann nicht eingerastet werden.
Sie haben das Bohrloch bereits geschnitten und können es nicht mehr unauffällig schließen. Sie müssen entweder neue, kompaktere Spots nachkaufen (mehrkosten 30 bis 80 Euro für ein 6er-Set) oder die Decke aufwendig neu verputzen.
Besser: Vor dem Kauf den Deckenhohlraum messen, dafür ein kleines Probeloch bohren und mit einem Maßband die freie Tiefe ermitteln. Slim-Modelle mit 22 bis 25 Millimeter Einbautiefe sind für niedrige Hohlräume erhältlich, kosten aber mehr.
Phasenanschnitt-Wanddimmer mit nicht-kompatibler LED kombinieren
Sie haben in Ihrer Wohnung einen alten Wanddimmer für Halogenleuchten. Sie installieren ein 6er-Set LED Einbaustrahler ohne auf die Dimmer-Kompatibilität zu achten. Beim Einschalten flackern die Spots, beim Dimmen brummt der Wanddimmer hörbar.
Das ständige Flackern stresst die LED-Treiber, einzelne Spots fallen nach 6 bis 12 Monaten aus. Das Brummen des Wanddimmers ist nicht nur unangenehm, sondern Indikator einer Überlastung der Elektronik.
Besser: Vor dem Kauf prüfen, ob die Spots Phasenanschnitt-dimmbar (TRIAC) oder Phasenabschnitt-dimmbar gekennzeichnet sind und mit Ihrem Wanddimmer-Typ harmonieren. Im Zweifel den Wanddimmer durch einen modernen LED-spezifischen Dimmer ersetzen lassen, das kostet rund 30 bis 50 Euro Materialkosten.
F-Kennzeichnung bei Holzdecken übersehen
Sie bauen ein 6er-Set LED Einbaustrahler in eine Holzbalken-Decke ein, ohne auf die F- oder MM-Kennzeichnung der Spots zu achten. Die Spots erwärmen sich im Betrieb über 80 Grad Celsius und verfärben das umliegende Holz.
Im schlimmsten Fall entsteht ein Schwelbrand, weil die ableitbare Wärme der LED nicht ausreicht und sich am direkt anliegenden Holz staut. Auch ohne Brandereignis ist die Holzverfärbung dauerhaft sichtbar und reduziert den Wert der Decke.
Besser: Bei Holzdecken oder gedämmten Trockenbau-Konstruktionen ausschließlich Spots mit F-Kennzeichnung (für Holz geeignet) oder MM-Kennzeichnung (für Materialien mit unbekannten Brandeigenschaften) verwenden. Diese kosten rund 20 Prozent mehr, sind aber gesetzlich vorgeschrieben.
Auf den Strahlwinkel nicht achten und nur Lichtkegel sehen
Sie bestellen Standard-Spots mit 38 Grad Strahlwinkel für eine Flur-Beleuchtung. Nach dem Einbau zeigen sich an der Wand und am Boden deutliche Lichtkegel, die Übergangszonen zwischen den Spots bleiben dunkel.
Der Flur wirkt fleckig und ungleichmäßig ausgeleuchtet. Auch die wahrgenommene Helligkeit reicht nicht aus, weil die Lumen-Energie auf zu kleine Flächen konzentriert wird. Sie müssen entweder zusätzliche Spots nachrüsten oder die Spots austauschen.
Besser: Für gleichmäßige Grundbeleuchtung Strahlwinkel von 60 bis 120 Grad wählen, für Akzent- oder Punktbeleuchtung 24 bis 38 Grad. Im Datenblatt nach der Angabe Beam Angle oder Abstrahlwinkel suchen, fehlt sie ganz, ist meist von 60 bis 90 Grad auszugehen.
Niedervolt-Spots ohne Trafo bestellen
Sie kaufen ein günstiges MR16-Spot-Set mit 12 Volt Betriebsspannung, sehen im Karton aber keinen Trafo. Beim Einbau stellen Sie fest, dass die Spots nicht direkt an die 230-Volt-Decke angeschlossen werden können.
Die Bestellung muss um einen passenden 12-Volt-LED-Trafo ergänzt werden, der je nach Anzahl der Spots 25 bis 80 Euro zusätzlich kostet. Der Einbau verzögert sich um 1 bis 2 Wochen, bis das Ersatzteil eintrifft.
Besser: Beim Kauf direkt prüfen, ob die Spots 230 Volt (direkter Netzanschluss) oder 12 Volt (Niedervolt mit Trafo) verwenden. GU10-Sockel sind immer 230 Volt, MR16-Sockel immer 12 Volt. Bei Niedervolt-Sets das Trafo-Beipack im Lieferumfang prüfen.
Einzelne Spots verschiedener Chargen mischen
Sie haben sechs Spots in einem Wohnzimmer eingebaut und ergänzen nach einem Jahr zwei zusätzliche Spots desselben Modells für eine neue Esstisch-Beleuchtung. Beim Einschalten zeigt sich, dass die zwei neuen Spots eine sichtbar gelblichere Lichtfarbe haben als die ursprünglichen.
Die unterschiedlichen Lichtfarben fallen besonders auf hellen Wänden und Möbeln auf und stören das Raumbild. Sie müssen entweder alle acht Spots austauschen oder die unterschiedlichen Lichtfarben akzeptieren.
Besser: Bei größeren Räumen direkt einen 6er- oder 10er-Set mit Reserve-Spots kaufen und ein bis zwei Reserve-Spots als Lager halten. So passt der spätere Ersatz immer zur Original-Charge. Achten Sie zusätzlich auf den MacAdam-Wert (typisch SDCM 3 oder besser bei Premium-Sets).