Bluetooth-Only-Leuchten als Vollersatz für eine smarte Beleuchtung kaufen
Sie sehen den Eglo Rovito-Z für 45 Euro mit Bluetooth-RGB-Steuerung und kaufen drei Stück für Wohnzimmer, Schlafzimmer und Diele. Die Werbung verspricht App-Steuerung, ein Hinweis auf Reichweiten-Grenzen fehlt.
Sobald Sie das Schlafzimmer betreten oder das Smartphone im Bad liegt, fallen zwei der drei Leuchten aus der Steuerung. Sprachsteuerung über Alexa funktioniert ohne zusätzlichen Hub nicht (Reichweiten-Vergleich). Sie haben 135 Euro für ein System ausgegeben, das in Wahrheit drei einzelne Lampen sind.
Besser: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Lampe WLAN, Zigbee, Thread oder Matter spricht. Bluetooth-Only-Leuchten sind nur für eine Stehlampe am Schreibtisch sinnvoll, wo das Smartphone ohnehin direkt daneben liegt.
Zigbee-Lampe ohne kompatible Bridge bestellen
Sie kaufen eine günstige Zigbee-Leuchte wie die EGLO PARANDAY-Z für 61 Euro, weil Sie irgendwo gelesen haben, dass Zigbee besser sei als WLAN.
Ohne Hue Bridge, IKEA DIRIGERA oder einen ähnlichen Zigbee-Koordinator passiert nach dem Auspacken nichts. Sie zahlen 50 Euro für die nachgekaufte Bridge oder schicken die Lampe zurück. Beide Optionen kosten Zeit und mindestens eine Woche Lieferweg.
Besser: Wenn Sie noch keine Bridge haben, kaufen Sie entweder eine Matter-Leuchte mit direkter Kopplung an Apple Home oder Google Home oder ein WLAN-Modell. Zigbee lohnt sich nur, wenn die Bridge bereits steht oder Sie mehr als sechs smarte Geräte planen.
Schutzart der Lampe für Bad oder Außenbereich ignorieren
Sie montieren eine IP20-Deckenleuchte im Badezimmer direkt über der Dusche oder den Osram-Outdoor-Strahler ohne IP-Prüfung an der Terrassendecke.
Spritzwasser dringt in das Treiber-Gehäuse ein, die Elektronik korrodiert innerhalb weniger Monate, und im Schadensfall verweigert die Versicherung die Leistung. Im Schutzbereich 1 schreibt DIN VDE 0100-701 mindestens IP65 vor, im Schutzbereich 2 mindestens IP44 (IP-Schutzarten im Bad).
Besser: Lesen Sie die IP-Kennzahl auf dem Karton oder im Datenblatt. Erste Ziffer ist Staubschutz, zweite ist Wasserschutz. Über der Dusche brauchen Sie IP65, an der überdachten Terrasse reicht IP44, an freistehenden Gartenpfosten muss es IP65 oder IP67 sein.
Zu wenig Lumen für die Raumgröße einplanen
Sie kaufen ein einzelnes 470-Lumen-Leuchtmittel als alleinige Hauptlichtquelle für ein 20-Quadratmeter-Wohnzimmer, weil die Produktbeschreibung von Wohnzimmer-Beleuchtung spricht.
Das Wohnzimmer wirkt dauerhaft trüb, Lesen wird anstrengend, und am Abend brennen zusätzlich Stehlampen, was die Stromersparnis der LED zunichte macht. Für 20 Quadratmeter Wohnraum brauchen Sie rund 2.000 Lumen Gesamthelligkeit.
Besser: Rechnen Sie 100 Lumen pro Quadratmeter im Wohnbereich, 250 bis 300 Lumen pro Quadratmeter in der Küche. Verteilen Sie die Helligkeit auf zwei bis vier Lichtquellen, damit es keine harten Schlagschatten gibt.
Smart-Home-Lampe ohne Update-Pfad kaufen
Sie kaufen ein No-Name-WLAN-Leuchtmittel für 8 Euro, weil die Produktbeschreibung Alexa- und Google-Steuerung verspricht. Der Hersteller hat keine eigene App im offiziellen Store, sondern verlangt eine Drittanbieter-App.
Nach sechs Monaten verschwindet die App aus dem Play Store oder der Cloud-Server wird abgeschaltet. Die Lampe leuchtet zwar weiter, aber Sprachsteuerung und Automation funktionieren nie wieder. Bei zehn Lampen sind 80 Euro Elektroschrott.
Besser: Kaufen Sie nur Geräte von Herstellern mit eigener App im offiziellen Store und mindestens zwei Jahren Update-Historie. Marken wie Osram, Paulmann, Philips, Trio, EGLO, IKEA und Hama haben in Deutschland einen erkennbaren Support-Track.