Schrank ohne Wasserschutzmatte gekauft und installiert
Ein Spülenschrank ohne Bodenschutzmatte verliert beim ersten Siphon-Tropfen oder Spülmaschinen-Leck seine Substanz. Wasser, das auf den Korpusboden trifft, sickert in unbeschichtete Kanten ein und lässt die Spanplatte über 24 bis 48 Stunden quellen. Die Beschichtung hebt sich, der Korpus verliert seine Form, und der Schaden ist irreparabel. Laut Schrank-Express-Produktinfos gibt es Schutzmatten in 45, 60 und 90 Zentimeter Breite ab 15 Euro.
Empfehlung: Kaufen Sie die Bodenschutzmatte gleich mit dem Schrank. Legen Sie die Matte vor Inbetriebnahme der Spüle ein, mit umlaufenden Kanten nach oben.
Schrankbreite passt nicht zur Spülenöffnung
Eine 80-Zentimeter-Spüle braucht zwingend einen 80-Zentimeter-Schrank oder breiter, weil sonst die Aufnahmeöffnung in der Arbeitsplatte nicht über dem Korpus liegt. Wer zuerst den günstigeren 60-Zentimeter-Schrank kauft und später feststellt, dass die Spüle nicht passt, steht vor einem Tausch des Schranks oder dem Kauf einer schmaleren Spüle.
Empfehlung: Notieren Sie die Spülenmaße vor dem Schrankkauf. Bei Modulküchen-Bauten halten Sie sich an die Standardbreiten 60, 80 oder 90 Zentimeter, damit spätere Erweiterungen passen.
Vormontierten Schrank ohne Höhenkontrolle bestellt
Vormontierte Schränke kommen mit fester Korpushöhe, oft 80 bis 82 Zentimeter ohne Sockelleiste. Wer eine Arbeitsplattenhöhe von 90 Zentimetern erreichen will, addiert dazu Sockelleiste und Plattendicke. Bei nicht-standard Plattendicken oder bei abweichendem Sockelmaß stimmt das Endergebnis nicht, und die Küche wird zu hoch oder zu niedrig.
Empfehlung: Rechnen Sie vor Kauf die Endhöhe genau aus: Korpushöhe plus Sockelleiste plus Arbeitsplattenstärke gleich Endhöhe. Standard sind 90 Zentimeter Arbeitsplattenhöhe, ergonomisch optimal für Personen zwischen 165 und 175 Zentimetern Körpergröße.
Mülltrennsystem ohne Schrank-Innenmaß-Prüfung gekauft
Mülltrennsätze mit drei Fächern brauchen mindestens 80 Zentimeter nutzbare Innenhöhe und 50 bis 60 Zentimeter Breite. Wer das System ohne Schrank-Vermessung kauft, stellt beim Einbau fest, dass der Siphon den Auszug blockiert oder die Eimer zu hoch sind. Der Zeitverlust beträgt mehrere Stunden, oft auch der Rückversand des Trennsystems.
Empfehlung: Messen Sie nach dem Schrank-Einbau die nutzbare Innenhöhe vom Korpusboden bis zum tiefsten Punkt der Wasseranschlüsse. Subtrahieren Sie 5 Zentimeter Sicherheitsabstand und kaufen Sie nur Trennsätze, die in diese Maximalhöhe passen.
Standard-Scharniere statt Soft-Close gewählt
Türen ohne Soft-Close schlagen im Alltag mit nassen Händen oder mit dem Knie zugestoßen hart in den Korpus. Über fünf Jahre lockern sich die Scharniere messbar, die Frontkanten zeigen Druckspuren, und die Korpusverbindung beginnt zu knirschen. Der Aufpreis für Soft-Close liegt bei 30 bis 60 Euro je nach Hersteller.
Empfehlung: Investieren Sie diesen Aufpreis, wenn Sie den Schrank zehn Jahre und länger nutzen wollen. Im Spülbereich ist Soft-Close die wichtigere Funktion als bei Hochschränken.
Türanschlag falsch herum bestellt
Bei einseitig vorgesehenen Schränken ist der Türanschlag entweder links oder rechts. Wer beim Bestellen die Anschlagseite verwechselt, kann die Tür nicht zur Wand öffnen, was den Zugang zum Schrankinneren blockiert. Bei vormontierten Modellen ist ein Anschlag-Wechsel oft nur mit Werkstattaufwand möglich.
Empfehlung: Stellen Sie sich vor dem Schrank stehend vor: Wenn die Tür nach links öffnet, ist es ein Linksanschlag. Bei einer Eckküche oder einem Wandbeispiel achten Sie darauf, dass die Tür nach außen, also weg von der Ecke öffnet.