VASAGLE
Detailanalyse
Kurzurteil, Score und Preis für jedes der 21 näher analysierten Modelle, nach Preissegmenten gegliedert.
Preisklasse 1 von 7
Die Platte klappt von 84,5 auf 120 Zentimeter und macht aus einem schmalen Beistelltisch einen Vierertisch, mittig hält sie 100 Kilogramm. Das Eigengewicht von 17,5 Kilogramm hält den Tisch beim Anlehnen an Ort und Stelle. Die Melaminoberfläche verträgt keine heißen Töpfe, und die Klappkanten stehen im aufgestellten Zustand scharf ab, in engen Küchen ein Punkt zum Mitdenken.
Mit 71 Euro ist der Tammela der günstigste standfeste Vierertisch im Test, die Marmoroptik aus Melamin lässt sich feucht abwischen und nimmt Wasser nicht an. Auf 0,72 Quadratmetern trägt er 70 Kilogramm. Erweitern lässt er sich nicht, und die MDF-Kanten reagieren empfindlich auf dauerhafte Nässe, weshalb verschüttete Flüssigkeit zügig weg sollte.
Für 80 Euro bietet der Bergamo eine feste 120-Zentimeter-Platte für bis zu sechs Gedecke auf vier massiven Vierkantfüßen, die auch bei voller Besetzung nicht wackeln. Die Melaminfläche bleibt pflegeleicht. Ein Auszug fehlt, und der Holzwerkstoff quillt bei stehendem Wasser an den Kanten, hier zählt zügiges Abwischen.
Preisklasse 2 von 7
Lookway
Der versenkbare Auszug erweitert von 140 auf 195 Zentimeter, ohne dass eine lose Platte herumliegt oder verloren geht. Die 16 Millimeter starke Laminatplatte mit ABS-Kanten wischt sich leicht ab. Bei voller Länge und schwerem Geschirr an den Enden gibt die dünne Platte etwas nach, und die Metallbeine wirken nüchterner als Holz.
Finori
Für 129 Euro liefert der P & B einen ausziehbaren Tisch, den günstigsten mit Auszug im Test. Die Melaminfläche nimmt Kaffee und Wein nicht an und lässt sich sofort abwischen. Die Verarbeitung bleibt einfach, die Auszugsnähte sammeln Staub, und an den Enden biegt sich die Platte unter Last leicht durch, typisch für Holzwerkstoff in dieser Klasse.
Der Basel bringt einen Synchronauszug, der sich einhändig öffnet und 40 Zentimeter Länge zugibt, dazu eine ovale Platte ohne harte Ecken. Mit 90 Zentimetern fällt die Tiefe knapp aus, Servierschüsseln konkurrieren mit den Gedecken. Heiße Töpfe brauchen wie bei jeder Melaminplatte einen Untersetzer.
Preisklasse 3 von 7
Die 35 Millimeter starke Platte biegt sich auch unter zentraler Last nicht durch, und das X-Gestell verteilt das Gewicht auf eine breite Standfläche, der Tisch wackelt nicht. Die Melaminfläche bleibt wasser- und kratzfest. Erweitern lässt er sich nicht, und der schwarze Ton zeigt Staub und Krümel deutlich, weshalb er häufiger abgewischt werden will.
Für rund 80 Euro mehr als der Sieger bringt der Motus dasselbe stabile X-Gestell plus eine Auszugsfunktion, die von vier auf sechs Plätze erweitert. Die Melaminfläche bleibt besonders pflegeleicht. Voll ausgezogen fehlt der Platte die Mittelstütze, sodass schwere Schüsseln in der Mitte eine leichte Durchbiegung erzeugen, und die Tischfuge bleibt sichtbar.
OTTO home
Der Cusey kombiniert eine FSC-zertifizierte 160-Zentimeter-Platte mit demselben kippsicheren X-Gestell und einer robusten Melaminharzschicht. Als fester Tisch erweitert er nicht, und er kommt teilmontiert, der Zusammenbau kostet etwas Zeit. Für Familien, die auf den Auszug verzichten, sitzt das Geld hier gut angelegt.
Preisklasse 4 von 7
Der Synchronauszug verlängert den Tisch mit einer Handbewegung, ohne dass Platten eingesteckt werden, und die 90 Zentimeter Tiefe bieten spürbar mehr Platz für Geschirr als die üblichen 80. Die Melaminfläche bleibt pflegeleicht. Das Material ist Holzwerkstoff, tiefe Kratzer lassen sich anders als bei geöltem Echtholz nicht ausbessern, und der Aufbau braucht Geduld.
Für 310 Euro liefert der INEY einen synchron geführten Auszug und ein massives V-Gestell, das nicht kippt, dazu eine hitze- und flüssigkeitsfeste Laminatfläche. Voll ausgezogen reicht er bis 160 Zentimeter, für mehr als acht Personen wird es eng. Das zentrale V-Gestell kann an den Stirnseiten die Beinfreiheit einschränken.
Der Malta läuft auf kugelgelagerten Schienen, die auch nach Jahren leichtgängig bleiben, und verstaut seine Einlegeplatte im Gestell, sodass sie nicht verloren geht. Die 22-Millimeter-Platte wirkt massiv. Voll ausgezogen auf 200 Zentimeter fehlt mittig die Stütze, schwere Lasten erzeugen dort eine leichte Durchbiegung.
Preisklasse 5 von 7
Die Keramikplatte verträgt heiße Pfannen und scharfe Messer ohne Spuren, ein feuchtes Tuch reinigt sie. Das X-Gestell trägt eine großzügige Tiefe von 90 Zentimetern, und der Auszug erweitert von 168 auf 210 Zentimeter für bis zu acht Personen. Das offene Gestell lässt Stühle weniger leicht unterschieben, und die schwere Platte montiert man besser zu zweit.
Compleo
Das Säulengestell mit Rillenoptik hält die Stirnseiten frei, sodass alle Gäste bequem unterrutschen, und die 32 Millimeter starke Laminatplatte steckt Kratzer und Flecken weg. Rund zieht der Tisch von 120 auf 180 Zentimeter aus. Der PVC-Rand hebt sich haptisch von der Platte ab, und die Rillen des Gestells setzen mit der Zeit Staub an.
Der Manhattan bringt erstmals echtes Akazienmassivholz mit lackierter Oberfläche, an der Kondenswasser keine Ringe hinterlässt, auf einem stabilen A-Metallgestell. Die 3,7 Zentimeter dicke Platte hängt nicht durch. Ein Auszug fehlt, bei mehr als sechs Gästen wird es eng, und die sichtbare Baumkante setzt an unebenen Stellen leichter Schmutz an.
Preisklasse 6 von 7
Home Affaire
Massive Eiche auf einem X-Gestell aus pulverbeschichtetem Metall trägt auch hohe Lasten ohne Nachgeben, und eine Ansteckplatte erweitert den Tisch bei Bedarf. Die europäische Fertigung mit geöltem Holz hält Jahrzehnte. Das geölte Holz nimmt Flecken an und will einmal im Jahr nachgeölt werden, und die Ansteckplatte braucht einen Lagerplatz.
Home Affaire
Für rund 1.050 Euro bringt der Tristan eine massive Wildeiche-Platte mit natürlicher Baumkante auf einem kippsicheren Fünf-Stern-Gestell, die geölte Fläche betont die Maserung. Erweitern lässt er sich nicht, die feste Größe bleibt bei 180 mal 90 Zentimetern, und das geölte Holz verlangt dieselbe regelmäßige Pflege wie die teureren Modelle.
Home Affaire
Die Naturvariante des Hudson misst großzügige 100 Zentimeter Tiefe und lässt sich über eine Ansteckplatte vergrößern, was ohne Mechanik stabiler bleibt als ein Auszug. Massive Eiche hält bei Pflege Jahrzehnte. Die geölte Oberfläche zeigt Gebrauchsspuren früher als lackierte, und die Ansteckplatte muss separat gelagert werden.
Preisklasse 7 von 7
Hammel Furniture
Die Keramikplatte nimmt weder Hitze noch Kratzer an, und das Gestell aus massiver Eiche steht stabiler als die sonst üblichen Furnierkonstruktionen. Der Auszug mit zwei Einlegeplatten und integriertem Magazin erweitert ohne externen Stauraum. Die schwere Platte will beim Ausziehen geführt werden, und das Eichenfurnier der Einlegeplatten ist empfindlicher als die Keramik.
K+w Komfort & Wohnen
Für 2.199 Euro liefert der K+W 5030 eine 3 Zentimeter starke Massivholzplatte aus Wildeiche mit Synchronauszug, der ohne Wackeln erweitert, gefertigt in Europa mit dem Siegel Goldenes M. Die geölte Oberfläche schützt weniger als Lack und braucht regelmäßiges Nachölen, und die dicke Platte macht den Aufbau zu zweit ratsam.
Der Sonate zieht von 220 auf 317 Zentimeter aus und wird damit zur Festtafel für bis zu zehn Personen, das Wangengestell hält die Beinfreiheit frei von Querstreben. Die Hartwachsöl-Schicht schützt besser als reines Öl. Voll ausgezogen bleibt mittig eine sichtbare Fuge, und die 2,7-Zentimeter-Platte gibt bei schwerer Mittellast leicht nach.
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