Schwere Pflanze auf schmalen Hocker stellen
Sie kaufen einen schmalen 80 Zentimeter hohen Pflanzenständer und setzen eine ausladende Monstera mit Tongasus drauf. Beim ersten Anstoßen oder einer Windböe kippt der ganze Aufbau um, Topf zerbricht, Erde verteilt sich auf Boden oder Balkonfliesen.
Besser: Halten Sie sich an die Faustregel, Standfläche mindestens 70 Prozent der Höhe. Bei einer 80 Zentimeter hohen Pflanze auf 30-Zentimeter-Topf brauchen Sie also mindestens 70 Zentimeter Standfläche. Alternativ stellen Sie den Ständer direkt an die Wand, damit er nur in eine Richtung kippen könnte.
Stahl ohne Pulverbeschichtung im Außenbereich aufstellen
Sie bestellen einen günstigen schwarzen Pflanzenständer aus Eisen und stellen ihn auf den Balkon. Nach einem Sommer mit häufigem Regen zeigt das Material rote Roststellen, die sich auf Balkonfliesen, Holzdielen oder Teppiche übertragen.
Besser: Achten Sie auf die Materialangabe, "pulverbeschichtet", "verzinkt" oder "rostfrei" muss explizit dabeistehen. Reines Eisen ohne Schutzbehandlung ist nur für den Innenbereich gedacht. Auf dem Balkon greifen Sie zu Stahl mit Pulverbeschichtung oder Aluminium.
Akazien- oder Teakholz lackieren wollen
Sie kaufen einen Akazienständer und lackieren ihn, weil Ihnen die natürliche Maserung nicht gefällt. Nach wenigen Monaten platzt der Lack ab, weil das Holz arbeitet und die natürlichen Öle die Lackschicht von innen abdrücken.
Besser: Akazie und Teak sollten geölt, nicht lackiert werden. Zwei jährliche Ölbehandlungen erhalten die ursprüngliche Farbe und schützen das Material. Wer eine andere Farbe will, sollte gleich auf ein lackiertes Modell aus europäischem Hartholz oder Stahl ausweichen.
Tonpflanzgefäße mit dünner Wandung auf rauen Untergrund stellen
Sie stellen einen Tontopf direkt auf einen Stahlgitter-Ständer und wundern sich nach Wochen, dass die Unterseite des Topfes Risse bekommt. Der direkte Kontakt zwischen hartem Metall und Tonkeramik führt bei feuchten Bedingungen zu Mikrorissen.
Besser: Verwenden Sie einen Untersetzer aus Korken, Filz oder Kunststoff zwischen Topf und Ablage. Das gleicht Unebenheiten aus, verteilt das Gewicht und schützt sowohl Topf als auch Ständer vor Kratzern.
Pflanzenständer auf Außenbalkon ohne Sicherung bei Sturm stehen lassen
Sie haben einen leichten Aluminium-Ständer mit Pflanze auf dem Balkon und ignorieren die Sturmwarnung. Nachts kippt das gesamte Konstrukt um, der Topf landet auf der Straße, schlimmstenfalls auf einem geparkten Auto oder einem Passanten.
Besser: Vor angekündigten Stürmen alle leichten Ständer ins Innere bringen oder am Geländer mit Spanngurten sichern. Schwere Töpfe sollten ganz auf den Boden gestellt werden, damit Sie nicht von hohen Ständern fallen können. Die Haftungsfrage bei Sturmschäden trifft oft den Wohnungsbesitzer.
Bambus-Pflanzenständer im Bad oder feuchten Keller verwenden
Sie kaufen einen Bambus-Pflanzenständer und stellen ihn ins Bad zur Dusche. Innerhalb weniger Monate quillt das Material an den Verbindungsstellen, die Etagen lösen sich, der ganze Aufbau verliert seine Form.
Besser: Bambus ist trotz seiner Härte ein Gras und reagiert empfindlich auf hohe Dauerfeuchte. Für Bad oder feuchten Keller greifen Sie zu Kunststoff, Aluminium oder pulverbeschichtetem Stahl. Bambus ist die richtige Wahl für trockene Wohnräume und gelegentlich besprühte Töpfe.