Schutzart zuerst, alles andere danach
Die wichtigste Zahl auf der Verpackung ist die IP-Schutzart nach DIN EN 60529. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen feste Fremdkörper und Staub, die zweite für den Schutz gegen Wasser. Für eine Leuchte unter einem Vordach oder im überdachten Eingang reicht IP44, das Spritzwasser von allen Seiten abhält. An einer frei bewitterten Hauswand ist IP54 sinnvoll. Steht die Leuchte ungeschützt mitten im Garten oder bodennah im Beet, brauchen Sie IP65, das vollständig staubdicht ist und Strahlwasser aus jedem Winkel abwehrt. Erst IP67 verträgt kurzes Untertauchen, das ist für Teichränder und tiefe Pflanzflächen relevant. Eine zu niedrige Schutzart ist der häufigste Grund, warum eine Gartenlampe nach ein bis zwei Jahren beschlägt oder ausfällt. Für gerichtetes Wegelicht lohnt ein Blick in unseren Kaufberater für Wegeleuchten.
Lichtmenge und Lichtfarbe getrennt betrachten
Helligkeit messen Sie in Lumen, nicht in Watt. Für einen dekorativen Akzent genügen unter 200 Lumen, für einen sicher begehbaren Weg sollten es 300 Lumen und mehr sein, große Flächen und Einfahrten verlangen über 500 Lumen. Getrennt davon steht die Farbtemperatur in Kelvin. Warmweißes Licht um 2700 Kelvin wirkt wohnlich und zieht weniger Insekten an, kühles Licht ab 4000 Kelvin lässt Konturen schärfer erscheinen, wird nachts aber als grell empfunden. Das 2022 in Kraft getretene Insektenschutzgesetz (§ 41a Bundesnaturschutzgesetz) verlangt für neue Außenbeleuchtung eine insektenschonende Auslegung, weshalb Werte bis 3000 Kelvin die bessere Wahl für den Garten sind.
Material entscheidet über die Lebensdauer
Ein Gehäuse aus Edelstahl oder Druckguss-Aluminium rostet nicht und verzieht sich bei Frost nicht, das zeigt sich in unseren Bewertungen an hohen Noten bei Wetterbeständigkeit und Lebensdauer. Kunststoff ist leichter und günstiger, wird durch UV-Strahlung über die Jahre aber spröde und blasst aus. Echtglas hält länger klar als Kunststoffdiffusoren, die vergilben. Wer eine Leuchte fest verbaut und lange nutzen will, zahlt für Metall und Glas den Aufpreis und spart den vorzeitigen Austausch.
Netzstrom, Akku oder Solar
Netzbetriebene Leuchten liefern konstante Helligkeit, verlangen aber eine Leitung und den Anschluss durch eine Fachkraft. Solarleuchten kommen ohne Verkabelung aus und eignen sich für Stellen ohne Steckdose, ihre Helligkeit hängt vom Wetter ab und der Lithium-Akku verliert nach zwei bis drei Jahren an Kapazität. Akkumodelle mit Bewegungsmelder sind ein Mittelweg für den Eingang. Prüfen Sie bei Solar- und Akkuleuchten, ob sich der Akku tauschen lässt, sonst endet die Lebensdauer der ganzen Leuchte mit der Zelle.