IP-Schutzart und Wetterfestigkeit (25%)
Die IP-Schutzart entscheidet, wie lange eine Gartenleuchte hält. Sie wird in zwei Ziffern angegeben. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen feste Fremdkörper wie Staub, die zweite für den Schutz gegen Wasser. Laut click-licht.de ist IP65 für Gartenleuchten der sinnvolle Mindeststandard, weil die Schutzart gegen Strahlwasser aus jedem Winkel schützt. IP67 ist ein Sprung darüber und schützt auch gegen zeitweises Untertauchen in bis zu einem Meter Wassertiefe für 30 Minuten.
Für eine Wegeleuchte am Beet reicht IP44, für Bodeneinbauleuchten und Leuchten an Pools oder Teichen ist IP67 nötig. Wer eine IP20-Leuchte in den Garten stellt, sieht innerhalb weniger Monate Korrosion an den inneren Kontakten und Ausfälle bei feuchter Witterung. Die Schutzart steht auf dem Gehäuse oder im Datenblatt und ist der erste Wert, der vor dem Kauf geprüft werden sollte.
Mit der Wetterfestigkeit im Blick rückt die LED-Qualität in den Vordergrund.
LED-Qualität und Lichtfarbe (20%)
LEDs unterscheiden sich in Helligkeit, Lichtfarbe und Lebensdauer. Die Helligkeit wird in Lumen angegeben. Für eine dekorative Wegeleuchte reichen 400 bis 600 Lumen, für eine funktionale Sicherheitsleuchte am Hauseingang sollten es 800 Lumen oder mehr sein. Die Lichtfarbe wird in Kelvin gemessen. Warmweiß zwischen 2700 und 3000 Kelvin wirkt gemütlich und passt zu Terrasse und Garten. Tageslichtweiß über 5000 Kelvin wirkt kühl und ist im Garten unpassend.
Günstige LEDs haben oft eine kürzere Lebensdauer und werden nach zwei bis drei Saisons spürbar dunkler. Markenhersteller wie OSRAM oder Philips spezifizieren typischerweise 25000 bis 50000 Stunden Lebensdauer, was bei vier Stunden Betrieb pro Abend etwa 15 bis 30 Jahre entspricht. Wer LEDs ohne Herstellerangabe kauft, kann mit deutlich kürzeren Lebensspannen rechnen.
Mit der LED geklärt stellt sich als Nächstes die Frage nach der Stromversorgung.
Stromversorgung und Energiequelle (20%)
Gartenleuchten werden auf drei Wegen mit Strom versorgt. Solar ist autark und braucht keine Verkabelung, hängt aber vom Sonnenstand ab. In Deutschland erreichen Solar-Gartenleuchten an einem trüben Wintertag oft nur eine bis zwei Stunden Laufzeit, an einem klaren Sommertag dagegen acht bis zwölf Stunden. Akku-Leuchten werden per USB an einer Steckdose aufgeladen und liefern unabhängig vom Wetter Laufzeit.
230-Volt-Festinstallation liefert die zuverlässigste Versorgung, erfordert aber laut VDE-Vorschriften einen Erdkabelaufbau mit NYY-Kabel in mindestens 60 Zentimetern Tiefe und einen FI-Schalter im Sicherungskasten. Die Installation muss durch eine Elektrofachkraft erfolgen, weil Eigeninstallationen nicht versichert sind und gegen die DIN VDE 0100 verstoßen.
Mit der Stromversorgung geklärt rückt das Material in den Vordergrund.
Material und Verarbeitung (20%)
Gehäuse-Material entscheidet über die Langlebigkeit. Aluminium ist leicht, korrodiert nicht und kostet mehr als Kunststoff. Edelstahl hält Salzluft an der Küste aus und passt zu modernem Design. Kunststoff ist günstig, vergilbt aber unter UV-Strahlung und wird nach zwei bis drei Sommern porös. Eisen mit Pulverbeschichtung wirkt klassisch und hält, solange die Beschichtung intakt bleibt.
Die Verarbeitungsqualität zeigt sich an Detail-Stellen. Sauber abgedichtete Kabelübergänge, verschraubte Gehäuseteile statt geklipster und ein robuster Befestigungsmechanismus weisen auf langlebige Verarbeitung hin. Wer eine Gartenleuchte in der Hand wiegt und ein leichtes, geklipstes Gehäuse spürt, sieht den Unterschied zur massiven Aluminium-Konstruktion sofort.
Mit dem Material im Blick bleibt eine letzte Frage. Welcher Leuchtentyp passt zur geplanten Funktion?
Leuchtentyp und Anwendung (15%)
Gartenleuchten gibt es in vielen Typen. Erdspießleuchten werden in Beeten und am Wegesrand eingesetzt. Wegeleuchten an Pollern säumen Hauptpfade und liefern Orientierung. Wandleuchten an Hauswand oder Garagentor beleuchten Eingangsbereiche. Bodeneinbauleuchten geben Wege und Treppen Akzente. Lichterketten und Lichtschläuche dekorieren Sträucher und Bäume.
Die Wahl folgt der Funktion. Wer Wege beleuchten will, nimmt Wegeleuchten oder Bodeneinbauleuchten. Wer Beete akzentuiert, nimmt Erdspießleuchten. Wer eine Sitzecke gemütlich beleuchten will, nimmt eine wiederaufladbare Tischleuchte oder eine Lichterkette. Eine einzige Leuchte reicht selten, meistens werden zwei bis vier Leuchtentypen kombiniert.